In den Tagen bis Weihnachten lesen Sie an dieser Stelle Geschichten und Ansichten von Menschen zum Advent, zur "stillen Zeit", zur Weihnacht schließlich. Besondere Geschichten, kleine Ereignisse, Gedanken. Miniaturerzählungen also, formuliert von Menschen, die nicht im Licht der Öffentlichkeit stehen. Mehr noch: Menschen, die von der Gesellschaft übersehen werden, Menschen an Schnittpunkten existenzieller Fragen. Oder auch Menschen, die an Weihnachten arbeiten werden. Wir werfen einen Blick in Welten, die zwischen Küachle und Glühweinromantik gerne ausgeklammert werden.
Der 8. Tag im Dezember gehört Renate Obermayr, Angestellte bei "Hut, Schirm Zanetta" in der Marktstraße 16 im Zentrum von Dornbirn. Wer die sympathische Frau persönlich kennen lernen möchte, hat dazu täglich Gelegenheit zwischen 8.45 und 12 Uhr sowie nachmittags zwischen 14.30 und 18 Uhr.
Ganz bewusst erlebt
von Renate Obermayr
Den Advent beginne ich eigentlich immer mit dem Dekorieren des Hauses. Ich mag es geschmückt, auch verspielt. So schaue ich, dass alles festlich gestaltet ist, mit Gefäßen und Kerzen. Die zwei modernen Adventkränze stehen in der Küche und in der Stube.
Meine Kinder, die nicht mehr bei meinem Mann und mir im Haus leben, sehe ich überhaupt sehr oft. Besonders auch das Enkelkind, das sehe ich fast täglich. Aber nicht nur im Advent. Wir sind eine Familie, die sehr stark zusammenhält. Wir sehen uns alle oft. Und die jüngste Tochter, die ist jetzt 19 Jahre, die wohnt noch bei uns. Auch meine Mutter lebt bei uns im Haus. Wie gesagt, wir sind eine Familie, die sehr stark zusammenhält.
Bisher haben wir auch den Nikolausabend immer gemeinsam verbracht. Da trifft sich die ganze Familie. Am Wochenende kommen wir oft auch alle zusammen, aber wie erwähnt, nicht nur im Advent.
Weihnachten ist nicht nur Kommerz für uns alle, sondern geprägt durch die Weihnachtsgeschichte, das Singen, das gemeinsame Essen und natürlich die Bescherung. Weihnachten, das ist, ganz bewusst erlebt, die Geburt Jesu Christi. Das versuche ich auch unserem Enkelkind immer wieder zu vermitteln. Ich sage immer, da ist das Christus-Kind geboren.
Der größte Wunsch an Weihnachten ist doch, dass es keinen Kummer gibt, dass auch immer wieder bewusst gemacht wird, dass wir ein Fest des Friedens feiern. Zufriedenheit, das fällt mir ein, wir können zufrieden sein hier bei uns.
Von Rainer Juriatti veröffentlicht am 08.12.2009

