Die ganze Thematik des Lebensschutzes ist sehr komplex. Eine ungewollte Schwangerschaft stellt für jede Frau und unsere ganze Gesellschaft eine große ethische und moralische Herausforderung dar. In der Praxis sehen wir, dass es bei einer Abtreibung immer zwei Opfer gibt: Das tote Kind und die sehr oft leidende Mutter.

Natalie Bayer MetzlerVon Natalie Bayer-Metzler
Plattform Leben Vorarlberg


Abtreibungen hat es immer gegeben, aber sicher nicht in dem globalen, ungeheuren Ausmaß wie heute und vor allem nicht mit der Billigung der öffentlichen Meinung.


Wann beginnt das menschliche Leben?


Bei der Verbindung von Ei- und Samenzelle entsteht ein neuer Mensch. Hier wird der Beginn des Lebens angesetzt. Das Zellgebilde kann sich in keinem Stadium des Wachsenes zu etwas anderem entwickeln. Der Mensch etnwickelt sich nicht zum Menschen, sondern als Mensch. Das heißt er ist Mensch in jeder Phase seiner Entwicklung!

Aus diesem Bewusstsein resultiert, dass das ungeborene Kind als menschliche Person anerkannt werden muss. Die Würde des Menschen hängt nicht von seinem Alter ab, sie begründet sich durch seine Seele. Deshalb gelten für die Ungeborenen die selben Menschenrechte wie für uns alle. Unser Staat hat die Pflicht, dieses Recht auf Leben mit allen Mitteln zu schützen. Und trotzdem ist:

Abtreibung – Todesursache Nr. 1

Jedes dritte gezeugte Kind stirbt in Vorarlberg an Abtreibung. Das sind jährlich über 1.000 Kinder, die vor ihrer Geburt getötet werden. Dieser Abtreibungswahnsinn hat schwerwiegende Folgen, die in direktem Zusammenhang mit der laufenden Euthanasiepropaganda stehen! Das trifft die Alten und Kranken in der Gesellschaft. „Die Alten sitzen mit den Jungen im selben Boot!“ Es kommt zu einem „Krieg der Generationen“, d.h. auf einen einfachen Nenner gebracht: „Jung treibt Alt in die Euthanasie, weil die Alten zu wenig Jungen das Leben schenkten!“

Dieses fehlende Drittel wird sich langfristig auf die zukünftige Entwicklung Österreichs auswirken. Das gilt für die Bildung, für die Kultur, für die Wissenschaft und für die Sozialleistungen. Wir kommen nicht umhin, dieses entstehende Vakuum durch eine entsprechende Zuwanderung auszugleichen.

Was können wir tun?

Es müssen alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um die Abtreibungszahlen trotz Fristenregelung zu senken, Frauen in Konfliktsituationen zu helfen und denen, die aufgrund einer Abtreibung Leid mit sich tragen, die Barmherzigkeit Gottes zu verkünden. Allerdings muss man sich bewusst bleiben: Eine in sich schlechte Handlung kann durch keine Umstände gerechtfertigt werden. Abtreibungen sind eine „offene Wunde“ und eine unannehmbare Situation für einen Staat, der in Anspruch nimmt, ein Rechtsstaat zu sein. Unsere Gesellschaft, die im globalen Vergleich wohlhabend ist, muss Frauen in Not besseres zu bieten haben als die straffreie Tötung ihres eigenen Kindes.

Das heißt: Man möge alles tun, um ungeborene Kinder trotz Fristenregelung zu retten und den Frauen beizustehen.Wir können es uns nicht leisten auch nur ein Kind abzutreiben, jede Abtreibung ist eine zu viel!

Natalie Bayer-Metzler
www.plattform-leben-vorarlberg.at

 
Termintipp in der "Woche für das Leben":
Gebetsnacht für Ungeborene

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