Arbeitskreis der katholischen "Referate für Weltanschauungsfragen" nahm zurm neuen Rechtsstatus der Gemeinschaft Stellung

Mit der staatlichen Anerkennung als Religionsgemeinschaft gehen "Rechte wie auch Pflichten" einher. Daran hat der Arbeitskreis der katholischen "Referate für Weltanschauungsfragen" am Donnerstag im Hinblick auf die neueste Entwicklung um die "Zeugen Jehovas" erinnert. Das Kultusamt im Unterrichtsministerium hatte zuvor mitgeteilt, dass die "Zeugen" den von ihnen beantragten Rechtsstatus einer staatlich anerkannten Religionsgesellschaft erhalten.

Von den "Zeugen" müsse im Bereich der Bildung, Erziehung und der Wohlfahrt erwartet werden, dass sie sich gegenüber andersgläubigen Mitbürgerinnen und Mitbürgern "respektvoll und tolerant" zeigen, stellte der Arbeitskreis fest. Die religiös begründete Skepsis der "Zeugen" gegenüber gesellschaftlichen Lebensformen habe sie bei vielen Menschen nicht nur bekannt, sondern auch umstritten gemacht.

Nach der Enttäuschung ihrer Endzeiterwartungen hätten die "Zeugen" 1978 den Weg hin zu einer öffentlichen Aufwertung der Gemeinschaft eingeschlagen, erinnerte der Arbeitskreis. Der Antrag auf staatliche Anerkennung sei möglich geworden, nachdem die "Zeugen" ihre negative Lehre über den Staat "zwar nicht aufgegeben, aber geändert" hätten.

 

Informationen:

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Dr. Eva-Maria Schmolly-Melk, T 0664 1668941, E eva-maria.schmolly-melk@kath-kirche-vorarlberg.at)