Betram Schedler zu erneuerbaren Energien als Ansatz ethischen Handelns

Bertram Schedler von „Energie Zukunft Vorarlberg“ referierte im Anschluss an die Eröffnung über die Möglichkeiten der „nachhaltigen Energieversorgung“ in unserem Land. Die Herausforderung in der Nachhaltigkeit ist zunächst der Klimawandel (2 Grad Celsius lautet das Maximum, das nicht überschritten werden darf, um schlimme Folgen zu vermeiden!): Was wir heute machen, trifft unsere Kinder. Zum anderen steht das Ende „billigen Öls“ bevor: die Preise werden in wenigen Jahren rapid steigen. Die aktuellen Zukunftsprognosen des Energiebedarfs sprechen hingegen von einem „kontinuierlichen Anstieg“, der bislang durch Öl, Gas und Kohle abgedeckt wird. Dies schlussendlich macht eine radikale Reduzierung des Engergiebedarfs notwendig.

Wie also lässt sich die Zukunft in Vorarlberg gestalten?

Laut Bertram Schedler braucht es eine „vorausschauende Politik“. In sogenannten „Werkstätten“, organisiert von Energie Vorarlberg, wurde in mehr als 80 Workshops an zukunftsweisenden Modellen gearbeitet. Grundsätzliche Überlegungen zogen praktische Strategien nach sich. So wurde zunächst erhoben, wie das Leben in Vorarlberg in Zukunft aussehen wird. Daraus lassen sich Energiemöglichkeiten ablesen, wobei es sich dabei um alternative Möglichkeiten handeln muss.

Für Vorarlberg muss es künftig darum gehen, so Schedler, „Energieautonomie“ zu erlangen, damit Gelder und damit Ressourcen in Vorarlberg bleiben. Eine Unabhängigkeit erlaubt dadurch auch eine eigene, autonome Preisgestaltung.

Wohnen und Mobilität machen heute in Vorarlberg rund 50% des Energiebedarfes aus. Darin sind die ersten „Hebel“ zur Eindämmung des Energiebedarfes herauszulesen: zum Beispiel in der Sanierung alter Gebäude. Durch verbesserte Dämmung sinkt der Energiebedarf enorm. Im Bereich der Mobilität präsentierte Schedler das Modell „Vlotte“, eine Initiative zur Forcierung elektrisch betriebener Fahrzeuge, die aus Sonnenenergie gespeist werden können.

Praktische Überlegungen, ganz abseits theoretischer Weltuntergangs-Szenarien. Mehr Infos unter www.energieinstitut.at