Religiöse Freiheit in manchen Teilen der Welt nach wie vor eingeschränkt oder ganz abgelehnt - Weltfriedenstag seit 1968 am 1. Jänner
Vatikanstadt, (KAP) "Religiöse Freiheit, der Weg zum Frieden" lautet das Thema des kommenden Weltfriedenstages am 1. Januar 2011. Das vatikanische Presseamt gab die Entscheidung Papst Benedikts XVI. am Dienstag bekannt. Die religiöse Freiheit unterliege in manchen Teilen der Welt Einschränkungen oder werde gänzlich verneint, heißt es in der Begründung. Religiöse Minderheiten seien Diskriminierungen ausgesetzt, die bis zur Verfolgung und Gewalt reichten.
Es sei nicht hinnehmbar, dass Gläubige ihre Religion unterdrücken müssten, um in der Gesellschaft als Bürger behandelt zu werden, ist in der Aussendung zu lesen. Eine Leugnung Gottes dürfe nicht die Voraussetzung für die Zuerkennung von Rechten sein. Die religiöse Freiheit müsse insbesondere dort geschützt werden, wo sie im Konflikt mit säkularen Ideologien oder einer religiösen Mehrheit stehe, die einen Alleinvertretungsanspruch habe, heißt es darin weiter.
Die religiöse Freiheit gründe in der Menschenwürde, erläutert das Schreiben. Alles, was gegen die Menschenwürde verstoße, sei nicht mit der religiösen Freiheit vereinbar. Ihre Gewährleistung sei überdies ein entscheidendes Kriterium für die Beurteilung religiöser Phänomene. Sie schließe jeden Fundamentalismus aus, weil sie nicht der Manipulation oder Instrumentalisierung diene.
Weltfriedenstag seit 1968
Der Weltfriedenstag wurde von Papst Paul VI. (1963-1978) ins Leben gerufen und erstmals 1968 begangen. Im Dezember 1967 wandte sich Paul VI. mit einer Friedensbotschaft an die Welt und legte den ersten Januar als katholischen Weltfriedenstag fest. Zu diesem Anlass wenden sich die Päpste seither mit einer Friedenbotschaft an die Öffentlichkeit.
Die diesjährige Botschaft zum Weltfriedenstag trägt den Titel "Willst Du den Frieden fördern, so bewahre die Schöpfung". Papst Benedikt XVI. hat darin die Weltgemeinschaft zu einer radikalen ökologischen Wende und zu einem erneuerten "Bund zwischen Mensch und Umwelt" aufgerufen. Es gelte, zu einem neuen Lebensstil zu finden und die "Logik des Konsums" hinter sich zu lassen.
Linktipps
_ Wikipedia-Eintrag zum "Weltfriedenstag"
_ "Weltfriedenstag" im Ökumenischen Heiligenlexikon
(Quelle: kathpress.at. Bild: Juan Rubiano / flickr.com)
Von Dietmar Steinmair veröffentlicht am 13.07.2010
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Gottesdienstunterlage zum Weltfriedenstag 2011
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