Je näher und zerstörerischer Krieg erlebt wird, desto stärker wächst die Sehnsucht nach Frieden. Dabei rücken auch die Religionen in den Fokus – in ambivalenten Rollen.
Einerseits sprechen jüdisch-christliche Visionen von den Schwertern, die zu Pflugscharen werden, versteht sich der Islam auch von seinem Namen her als Religion des Friedens, betonen Buddhist*innen, dass Buddha keine Kriege geführt habe. Andererseits sind Erfahrungen von religiös motivierter, kriegerischer Gewalt auch gegenwärtig bedrohliche Realität.
Bei der Tagung kommen Vertreter*innen verschiedener Religionen zusammen, um gemeinsam – durch Vorträge, Gespräche und konkrete Projekte – das Friedenspotenzial ihrer Glaubensrichtungen, aber auch ihre Rolle als Konfliktfaktor auszuloten. Ziel ist ein ehrlicher, kritischer Blick jenseits von Schönfärberei und ideologischer Verhärtung.