Begrüßung der Gottesdienstteilnehmerinnen und –teilnehmer und Ehrengäste durch Generalvikar Prälat Dr. Benno Elbs.

Zahlreiche Ehrengäste kamen in die Dornbirner St.-Martins-Kirche (siehe Bildergalerie rechts).

 

Liebe Gläubige!

Dieser Augenblick jetzt berührt mich sehr. Ich erinnere mich an den August des vergangenen Jahres, als ich in Halle an der Saale an der Hinrichtungsstätte des seligen Carl Lampert gestanden bin.

Und es ist mir der Mittwoch dieser Woche in Erinnerung, als wir in Göfis die Urne Carl Lamperts geöffnet haben, um dort eine Reliquie für eine neugegründete Pfarre in Halle an der Saale zu entnehmen und sie Ihnen, liebe Gäste, die Sie von dort gekommen sind, mitzugeben.

Das Leben Carl Lamperts kennt viele Facetten. Es kennt die Trauer, die Verzweiflung, die Hoffnungslosigkeit, die Mutlosigkeit und es kennt den Trost, die Hoffnung, das Gottvertrauen, die Freude. Erfahrungen, die wir alle in der einen oder anderen Weise auch kennen.

Carl Lampert lebte vor, "wie Menschen wieder Menschen werden“, auch in widrigsten Umständen. Und deshalb ist es besonders die Facette der Freude, der Zuversicht und der Hoffnung, die wir heute miteinander feiern dürfen.

Der letzte Satz, den Carl Lampert, als er schon unterwegs war zur Hinrichtung, auf einen Briefumschlag geschrieben hat: „Jetzt ruft mich Gott. Lebt wohl“, ist voll von Gottvertrauen und Glaubensstärke.

Trost waren für Carl Lampert immer wieder seine Briefe und seine Heimatgedanken. Und so möchte ich als Erstes heute die Familie von Carl Lampert begrüßen, stellvertretend Herrn Herbert Vögel aus Göfis.

Herzlich begrüßen darf ich auch Pater Gaudentius Walser, für den heute wohl ein Lebenstraum in Erfüllung geht, wenn er die Bulle der Seligsprechung in diesem Gottesdienst vorlesen wird. Ihm und der großartigen ehrenamtlichen Arbeit von Dr. Richard Gohm, den ich auch herzlich begrüßen möchte, ist es wesentlich zu verdanken, dass wir heute dieses Fest feiern dürfen.

Wir dürfen heute froh sein, dass wir in einem Land leben, das geprägt ist von Freiheit und wo die Würde des Menschen nicht mit Füßen getreten wird. Deshalb ist es mir auch eine große Freude und es erfüllt mich mit Dankbarkeit, dass ich viele Vertreterinnen und Vertreter des  politischen und öffentlichen Lebens begrüßen darf. Ich freue mich sehr, Herr Landeshauptmann Herbert Sausgruber, dass Sie und Ihre Frau Ilga mit uns feiern. Ich freue mich sehr über Ihre Anwesenheit, sehr geehrte Frau Landtagspräsidentin Bernadette Mennel, und es ist für uns auch eine große Ehre, dass der Präsident des Tiroler Landtags, Univ. Prof. DDr. Herwig van Staa, mit uns feiert. Die Anwesenheit von Altlandeshauptmann Herbert Keßler, der ganz wesentlich zum Entstehen unserer jungen Diözese beigetragen hat, und von Herrn Altlandeshauptmann Martin Purtscher mit seiner Gattin Gretl macht uns große Freude.

Wir dürfen uns über die Anwesenheit der gesamten Vorarlberger Landesregierung freuen, besonders begrüßen möchte ich den Herrn Landesstatthalter Markus Wallner mit seiner Frau Sonja, und es ist mir auch ein persönliches Anliegen, die Clubobleute aller politischer Parteien in unserem Landtag stellvertretend für alle politischen Mandatare zu begrüßen.

Danke, dass Sie dafür sorgen und sich darum bemühen, dass wir in einem demokratischen Land leben dürfen. Der Leidensweg des neuen Seligen kann wohl auch eine große Motivation für dieses Engagement sein.

Ich danke Ihnen sehr, Herr Bürgermeister Wolfgang Rümmele, dass wir in Ihrer Stadt diesen Gottesdienst feiern dürfen und dass Sie uns in allen Vorbereitungen so großartig unterstützt haben.

Mit Ihnen darf ich herzlich begrüßen den Herrn Bürgermeister Helmut Lampert von Göfis und den Präsidenten des Vorarlberger Gemeindeverbandes, Bürgermeister Harald Sonderegger.

Persönlich berührt bin ich auch darüber, dass viele Menschen eine große Reise auf sich genommen haben, um diesen Gottesdienst mit uns zu feiern.

Ich freue mich ganz besonders über die Anwesenheit zweier Töchter des seligen Märtyrers Franz Jägerstätter. Ich danke, dass Ihr da seid – Maria Dammer und Aloisia Maier. Ich freue mich auch ganz besonders über die Anwesenheit von Gräfin Eleonore Schönborn, die Mutter von Kardinal Schönborn – der sich für den heutigen Gottesdienst wegen der großen Jubiläumsfeier in Klein-Mariazell entschuldigen musste.

Ein herzliches Grüß Gott allen Pilgerinnen und Pilgern aus Polen, aus Halle an der Saale, aus Innsbruck und besonders auch den Wallfahrerinnen und Wallfahrern, die heute schon seit 5 Uhr in der Früh von Göfis zu Fuß hierher unterwegs waren.

Ich möchte ganz herzlich alle Mitglieder der Ordensgemeinschaften, alle Priester und Diakone, die Pastoralassistentinnen und Pastoralassistenten, die Religionslehrer/innen und die diözesanen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begrüßen.

Die Anwesenheit der Vorsitzenden unseres Pastoralrates, Frau Gertraud Lässer, und des Vorsitzenden des Diözesankirchenrates, Herrn Dr. Leo Walser, ist eine Ehre für uns.

Wenn wir in Carl Lampert einen Glaubenszeugen verehren, der in der Nazi-Diktatur ums Leben kam, dann können wir seiner nur angemessen gedenken, wenn wir seine Person und seinen Weg mit allen Opfern dieses Unrechtssystems sehen und dabei besonders auch der Millionen jüdischer Menschen gedenken, deren Leben damals brutal und gewaltsam ausgelöscht wurde.

Auch viele evangelische Christen waren unter den Opfern. Gedenken wir auch ihrer! Wir bedanken uns, dass Sie, Herr Pfr. Michael Meyer von der evangelischen Gemeinde, als Vertreter der Ökumene heute bei uns sind.

Liebe Gläubige, besonders freuen wir uns heute, dass Kardinal Angelo Amato (der Präfekt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse) aus Rom nach Dornbirn gekommen ist und im Auftrag von Papst Benedikt XVI. mit uns in dieser Gemeinde die Proklamation des neuen Seligen vornehmen wird.

Ebenso herzlich willkommen heiße ich in unserer Diözese den Apostolischen Nuntius in Österreich, Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen. 

Die Verbundenheit mit anderen Diözesen wird ausgedrückt durch die Anwesenheit vieler Bischöfe und Diözesanvertreter. Wir dürfen begrüßen unseren Metropoliten und Erzbischof von Salzburg, Alois Kothgasser, den stellvertretenden Vorsitzenden der Österr. Bischofskonferenz, Bischof Egon Kapellari aus Graz, wir dürfen begrüßen den Erzbischof Andrzeij Dziega aus Stettin, den Vorsitzenden der polnischen Bischofskonferenz. Dieser Gruß sei stellvertretend für die 30 Bischofe, Äbte, Generalvikare und Vertreter der Diözesen ausgesprochen, die heute mit uns feiern.

Wir freuen uns vor allem auch über die Anwesenheit von Bischof Klaus Küng aus St. Pölten, der das Seligsprechungsverfahren für Provikar Lampert in die Wege geleitet hat.


Wir freuen uns über Bischof Manfred Scheuer aus Innsbruck, der uns die Predigt halten wird, ihre Verbundenheit mit unserer Diözese mit dem Leben des neuen Seligen bekunden durch ihre Anwesenheit auch Diözesanbischof Ivo Muser aus Bozen-Brixen, Bischof Markus Büchel aus St. Gallen, Bischof Vitus Huonder aus der Diözese Chur, der Erzbischof des Fürstentums Liechtenstein, Wolfgang Haas, Herr Bischof Maximilian Aichern aus Linz, Herr Weihbischof Franz Scharl aus Wien, Herr Weihbischof Andreas Laun aus Salzburg.

Herzlich begrüßen darf ich als Vertreter ihrer Diözesen

Prälat Gerhard Lange aus Berlin, Herrn Offizial Johannes Salzl aus Eisenstadt, Herrn Militärdekan Otto Krepper für die Militärdiözese, Generalvikar Jakob Bürgler für die Diözese Innsbruck, Generalvikar Hansjörg Hofer für die Diözese Salzburg, Generalvikar Severin Lederhilger für die Diözese Linz, den Generalvikar des Opus Dei, Herrn Ludwig Juza, den Generalvikar für die Diözese Bozen-Brixen, Josef Matzneller, den Dekan des Domkapitels von Salzburg, Herrn Prälat Hans-Walter Vavrowvsky, den Herrn Generalvikar aus Magdeburg, Herrn Raimund Sternal.

Ich freue mich sehr, dass der neue Generalsekretär der Österr. Bischofskonferenz, Peter Schipka, und der Hwst. Herr Nuntiaturrat Prätat Christoph Kühn mit uns feiern.

Es ist uns eine Ehre, dass der Rektor der Anima in Rom, dem Studienort Carl Lamperts, bei uns ist, Herr Msgr. Franz Xaver Brandmayer.

Liebe Mitfeiernde, ausdrücklich willkommen heißen möchte ich schließlich noch die Vertreterinnen und Vertreter der Medien.

Namentlich erwähnen darf ich den Landesdirektor Wolfgang Burtscher und Frau Erika Burtscher. Ich verbinde damit unseren großen Dank an die Medien für die Unterstützung in den letzten Wochen. So sind die Gedanken und das Lebenszeugnis unseres Märtyrers nicht innerhalb von Sakristeiwänden geblieben, sondern viele Menschen konnten dadurch für ihr Leben Hoffnung, Perspektive, Zuversicht erhalten. Der Österreichische Rundfunk ermöglicht heute, dass dieser Gottesdienst im Österreichischen Fernsehen und durch Internet-Live-Stream in der ganzen Welt mitgefeiert werden kann.


Mit dem großen Dank an Sie alle, dass Sie in die Martinskirche, in das Zelt und in die Franziskanerkirche gekommen sind, verbinde ich den Wunsch, dass diese Feier uns näher zu Gott führt und auch enger miteinander verbindet. Wie der selige Papst Johannes Paul II. einmal gesagt hat: Glaubenszeugen verweisen auf Gott und führen gleichzeitig Menschen zusammen. Das Lebenszeugnis von Carl Lampert schenke uns Zivilcourage, Mut und Gottvertrauen.

Generalvikar Dr. Benno Elbs

 

Es gilt das gesprochene Wort.