Wenn am 28. Mai die „Lange Nacht der Kirchen“ in 46 Vorarlberger Pfarren stattfindet, dann kann man das in Zeiten von Corona fast schon als kleines Wunder werten und als kräftiges Lebenszeichen der Pfarren vor Ort sowieso.

„Eine ,Lange Nacht der Kirchen‘ in Zeiten der Pandemie?! Wir trauen uns. Hoffnungsvoll. Und mit Vorsicht. Vielleicht auch ein bisschen trotz allem“, hat Markus Hofer, der das Mammut-Projekt der „Lange Nacht“ in Vorarlberg koordiniert und organisiert, seinen Humor schon wieder gefunden. In den vergangenen Wochen und Monaten war das nicht immer so. „Wer hätte gedacht, dass wir im Mai noch darüber diskutieren, was unter welchen Bedingungen stattfinden kann“, lacht er. Aber jetzt steht es fest: Die „Lange Nacht der Kirchen“ am 28. Mai 2021 findet statt.

Kirchen, Orte der Zuversicht – gerade jetzt

„Trotz Pandemie haben sich 46 Kirchen gemeldet zur ,Langen Nacht‘. Für mich ein Hoffnungszeichen. In einem Pfarrgemeinderat hat es geheißen: ,Es reicht, man braucht auch wieder Ziele!‘ Ich bin zuversichtlich und glaube, dass die  ,Lange Nacht der Kirchen‘ heuer ein kräftiges Lebenszeichen von Kirche sein wird“, erzählt Hofer davon, was er auch während der Zeit der Vorbereitungen im Kontakt mit den Pfarren erlebt hat und er betont, dass Kirchenräumen gerade auch jetzt eine besondere Rolle zukommen kann: „Die Kirchenräume stehen für Beständigkeit, für Ruhe, sind ein Fels in der Brandung. Bei allen berechtigten Ängsten und Nöten zeigen die Kirchenräume, dass die Welt so schnell nicht untergeht. Dafür haben sie schon zu viel erlebt, unsere Kirchen. Vielleicht könnten sie gerade deswegen auch zu Orten der Zuversicht werden, die uns derzeit gut tun würden.“

Langjährige Partner und Unterstützer

Türme besteigen mit Abstand und Maske, Orgelspiel und das Gotteshaus wirken lassen, Stille und meditatives Verweilen, auf den Spuren des hl. Josefs wandeln, Afrika und das Ländle zusammenführen – all das ist am 28. Mai möglich. Denn die „Lange Nacht der Kirchen“ ist immer ein Ereignis. Sie ist es auch dank der langjährigen Kooperation mit unterstützenden Partnern. „,Die Lange Nacht der Kirchen öffnet nicht nur im Sinne des Wortes Türen. Durch den Blick auf christliche Glaubensvielfalt in Vorarlberg kann sich auch das Verständnis füreinander und fürs Gemeinsame erweitern“, wünscht Martin Jäger, Sprecher der Vorarlberger Sparkassen, allen auch heuer wieder eine spannende Reise durch die Gotteshäuser im Land.
 „Wir freuen uns, so integrative Projekte wie die ‚Lange Nacht der Kirchen‘ fördern zu können. Denn Kirche in Österreich ist vielfältig und geht weit über Glauben und Spiritualität hinaus. Mit unserer Unterstützung tragen wir dazu bei, Kirche für Interessierte erlebbar zu gestalten und unser reiches sakrale Erbe einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, stellt Robert Lasshofer, Vorstandsvorsitzender des Wiener Städtischen Versicherungsvereins, der „Langen Nacht“ sein persönliches „Prädikat wertvoll“ aus.  

Ein absolut Corona-sicheres Highlights – Der Bludenzer Klanghimmel

An Herausforderungen wächst man ja, sagt man. Für das Bludenzer „Lange Nacht“-Programm trifft das ohne Einschränkungen zu. Vor die Frage gestellt, wie man denn eine Corona-konforme Veranstaltung konzipieren könnte, hat man in Bludenz die Klänge der Kirchenglocken für sich entdeckt. Nicht nur entdeckt, sondern auch kombiniert – und so spielen beim Bludenzer Klanghimmel alle Kirchenglocken der Stadt im Wechsel einzelne Motive bekannter Kirchenlieder. Um 18.15 Uhr wird gestartet, um 18.40 Uhr läuten alle Glocken gemeinsam zum großen Finale. Absolut corona-sicher ist das Konzert, weil man nichts weiter zu tun braucht, als das heimische Fenster zu öffnen und zu lauschen.

Die Highlights – Eine kleine Auswahl


Bludenz
Bludenzer Klanghimmel, 18.15 Uhr-18.40 Uhr: Die Glocken der Bludenzer Kirchen spielen im Wechsel Motive aus bekannten Kirchenliedern.

Feldkirch
Dom-Feldkirch, 18-18.30 Uhr
Ökumenisches Gebet zur Eröffnung der Langen Nacht der Kirchen

Rankweil
von der Josefskirche zur Basilika, 20-21.30 Uhr
Auf den Spuren des hl. Josefs in mehreren Station von der Josefskirche zur Basilika.

Batschuns
Pfarrkirche Batschuns, 18.30-19.15 Uhr
Afrika, Klischee und Wirklichkeit - Pfarrer Placide, seit 16 Jahren Pfarrer in Batschuns und Laterns, berichtet aus seiner Heimat.

Kleinwalstertal
von Mittelberg über Hirschegg nach Riezlern, 17.45-22 Uhr
Ökumenischer Pilgerweg zu den vier Hauptkirchen des Kleinwalsertals. Man kann den ganzen Weg mitmachen, aber auch nur einzelne Stationen besuchen.

Covid-19-Hinweis

Bitte beachten Sie, dass die "Lange Nacht der Kirchen" zu den am 28. Mai geltenden Corona-Regelungen stattfindet.
Aus heutiger Sicht gilt für alle BesucherInnen: geimpft-negativ getestet-genesen, Mindestabstände einhalten und FFP2-Mask.

Bitte vergewissern Sie sich zudem vorab unter www.langenachtderkirchen.at, ob eine geplante Veranstaltung auch tatsächlich stattfinden kann.