Soeben sind die Bischöfe und der Weihekandidat Benno Elbs, der vom Apostolischen Nuntius Erzbischof Dr. Peter Stephan Zurbriggen und den Hauptzelebranten, Erzbischof Dr. Alois Kothgasser, Erzbischof Dr. Christoph Kardinal Schönborn und Altbischof Dr. Elmar Fischer, begleitet wird, in den Dom St. Nikolaus in Feldkirch eingezogen. Damit beginnt der Festgottesdienst zur Weihe des vierten Bischofs von Feldkirch.

Mit den Klängen der Kirchenglocken wird in diesen Augenblicken landesweit in allen Pfarrgemeinden verkündet, dass nun endlich das beginnt, worauf eine ganze Diözese schon sei dem Rücktritt von Bischof Elmar Fischer wartet: Die Diözese erhält mit der Weihe von Diözesanadministrator Dr. Benno Elbs einen neuen Bischof.

 

Das große Miteinander

"Committe Domino viam tuam" - "Befiehl dem Herrn deinen Weg und vertrau ihm; er wird es fügen" (Psalm 37,5) lautet der Wahlspruch des künftigen Bischofs. Und auf eben diesem Weg begleiten ihn vor allem heute zahlreiche Freunde, Bischöfe, Mitarbeiter/innen, Firmlinge, Ministrant/innen und Gläubige. Ein Zeichen, ein Signal, das bereits beim großen Einzug in den Dom sichtbar wird. Vor, neben und vor allem mit Benno Elbs betreten acht Vertreter/innen der Menschen der Diözese Feldkirch den Dom und bringen damit das große Miteinander zum Ausdruck.

 

Schlicht und einfach

"Schlicht und einfach" lautete der Wunsch des neuen Bischofs für seine Weihe. Ein Fest, bei dem jeder Mitfeiern kann - für und mit der Diözese. Das Motto zieht sich durch die gesamte Bischofsweihe durch: Angefangen beim einfach gehaltenen Bischofswappen über die Insignien wie den Ring, den Benno Elbs anlässlich seiner Matura von seinen Eltern erhalten hat, bis hin zur Agape auf dem Domplatz im Anschluss an die Weihe.

 

Begleitet

Der Wahlspruch des künftigen Bischofs - „Committe Domino viam tuam“ (Befiehl dem Herrn deinen Weg und vertrau ihm; er wird es fügen) - ist dem Psalm 37 entnommen. „Dieser Psalmenspruch hat mich seit einiger Zeit begleitet. Aus diesen Worten spricht großes Vertrauen darauf, dass Gott uns auf unseren Wegen begleitet“, erklärt Diözesanadministrator Benno Elbs. Auf eben diesem Weg, der ihn als erstes zur Weihe in die Bischofskirche führt, wird er am Sonntag von Ministranten aus jeder Pfarrgemeinde Vorarlbergs begleitet, die ihm mit einem Spalier "den Weg weisen".

 

Taufe: das wichtigste Sakrament

Eine zweite wichtige Station auf dem Weg zur Bischofsweihe bildet das Taufbecken im Dom. Für Benno Elbs war die Taufe immer das wichtigste Sakrament und so empfängt er durch seine Mutter Olga Elbs und seine Taufpatin Gebardine Österle erneut den Segen, bevor Erzbischof Alois Kothgasser die Gläubigen begrüßt. Es folgt die Vorstellung des Erwählten durch Dompfarrer Rudolf Bischof und das Verlesen des Ernennungsdekretes durch Prälat Dr. Hans Fink.

 

Zelebranten

28 Bischöfe, Äbte und der apostolische Nuntius  werden bei der Bischofsweihe dabei sein. Die Weihe selbst werden der Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser, Kardinal Christoph Schönborn, der Apostolische Nuntius Peter Stephan Zurbriggen sowie der Feldkircher Altbischof Elmar Fischer gemeinsam vornehmen. Die Predigt wird Kardinal Schönborn halten. Musikalisch wird der Gottesdienst unter anderem vom Ensemble Lindenthal, der Kantorinnenschola der Pfarre Nüziders sowie der Veeh-Harfengruppe Saitenklinger gestaltet.

 

Zeichen der Solidarität

Es war von vornherein der Wunsch von Benno Elbs, dass das Fest seiner Bischofsweihe nicht nur einfach und bescheiden gehalten wird, sondern dass dabei auch ein Zeichen der Solidarität gesetzt wird. In diesem Sinn kommt die Kollekte des Festgottesdienstes der Caritas-Inlandshilfe zugute. Zudem unterstützt die Diözese ein Schulprojekt der Mariannhiller Missionsschwestern in Südafrika bei der dringenden Dachsanierung im St. Francis College Girls Hotel mit einer Spende von 20.000 Euro.