„Ich glaube – Ja“ ist der Titel einer österreichweiten Kampagne, die zeitgemäßen Religionsunterricht in den Blickpunkt stellt. Sie läuft jetzt auch in Vorarlberg an. Die Kampagne verdeutlicht, dass Religionsunterricht mehr ist als reine Glaubensvermittlung und sie zeigt, dass der Unterricht bei den Schüler/innen nach wie vor beliebt ist.

„Mag Gott mich immer?“, „Gibt es Hoffnung für die Welt?“ – Plakate, Infoscreens und Sujets mit diesen und weiteren Fragen werden ab Montag, 7. September, an Bahnhöfen, in Bussen, in Zügen und vor Einkaufszentren in Vorarlberg zu sehen sein. Diese Fragen sind der Kern einer soeben angelaufenen, österreichweiten Kampagne für den Religionsunterricht. „Ich glaube – Ja“ ist sowohl eine Antwort auf die Fragen als auch der Slogan der Aktion. Deren Ziel ist: auf die Bedeutung des Fachs aufmerksam zu machen und über Inhalt und Gestalt eines zeitgemäßen Unterrichts zu informieren. Organisiert und koordiniert wird die Kampagne vom Interdiözesanen Amt für Unterricht und Erziehung, alle neun Diözesen nehmen daran teil.

Grundthemen des Lebens

Ein sehr erfahrener Religionslehrer, der das Fach mit Leib und Seele unterrichtete und der um dessen Bedeutung weiß, ist Bischof Benno Elbs. Ihm ist in den Jahren seiner Lehrtätigkeit bewusst geworden: „Für Schülerinnen und Schüler ist es sehr wichtig, einen Ort zu haben, wo sie ohne Leistungsdruck Fragen stellen können: über Gott, das Leben nach dem Tod, über Verantwortung, Toleranz und Solidarität. Der Religionsunterricht ist darum mehr als reine Glaubensunterweisung. Er bietet Kindern und Jugendlichen die große Chance, den Grundthemen des Lebens auf die Spur zu kommen.“
Die Kampagne macht dies sichtbar. Auf deren Homepage – www.mein-religionsunterricht.at – werden die religiösen, weltanschaulichen und menschlichen Fragen von Schüler/innen gezeigt, und es wird ein Einblick gegeben, wie sie im Unterricht thematisiert und diskutiert werden. 

Fach ist beliebt

Oft herrschen außerhalb der Schule veraltete Bilder über den Religionsunterricht vor. „Dabei ist Religion ein Fach, das bei den Schülerinnen und Schülern nach wie vor beliebt ist“, erklärt Annamaria Ferchl-Blum, Leiterin des Schulamts der Katholischen Kirche Vorarlberg. Das zeigen die Zahlen: 89 Prozent der katholischen Kinder und Jugendlichen nehmen in Vorarlberg am Religionsunterricht teil und selbst Schüler/innen ohne religiöses Bekenntnis besuchen ihn – 3.926 an der Zahl. Auf dieser hohen Akzeptanz baut die Kampagne auf und betont auch besonders die Leistung der 518 Lehrer/innen, die in Vorarlberg Religion unterrichten.

Aktionen in Vorarlberg

Neben dem Kern der Kampagne – den Fragen – gibt es verschiedene Aktionen in ganz Österreich. Sie werden auf der Kampagnen-Website veröffentlicht. In Vorarlberg wird z.B. die Schulamtsleiterin beim Herbstsymposion der Katholischen Kirche am Montag, 7. September, über „Corona und Schule“ sprechen, am Montag, 5. Oktober, findet ein Gesellschaftspolitischen Stammtisch zum Thema „Religion versus Ethik“ statt und Vorarlberger Religionslehrer/innen beteiligen sich mit Videos auf der Website der Kampagne.

Wertvolle Kampagne

Sowohl Bischof Benno Elbs als auch Schulamtsleiterin Annamaria Ferchl-Blum freuen sich über die Kampagne und sind dankbar, dass sie die Bedeutung des Religionsunterrichtes thematisiert und sichtbar macht.

Fakten Religionsunterricht

  • 586.000 Schüler/innen in Österreich nehmen am Religionsunterricht teil – das sind 91 Prozent aller katholischen Kinder und Jugendlichen
  • 6.800 Lehrer/innen unterrichten österreichweit Religion
  • organisiert und verantwortet wird der Religionsunterricht von den Schulämtern der Diözesen gemeinsam mit den Fachinspektor/innen sowie den Bildungsdirektionen
  • in Vorarlberg gibt es 31.501 katholische Schüler/innen – 89 Prozent davon nehmen am Religionsunterricht teil
  • 3.926 Schüler/innen in Vorarlberg ohne religiöses Bekenntnis besuchen den katholischen Religionsunterricht
  • 518 Lehrer/innen unterrichten in Vorarlberg Religion


Einblick in die Kampagne erhalten Sie unter www.mein-religionsunterricht.at sowie unter www.kath-kirche-vorarlberg.at/schulamt