Klingt utopisch? Ist es nicht! Der Welt geht nämlich langsam aber sicher die Puste aus. Was man da tun kann: Stromsparen zum Beispiel. Wie das in der Pfarre funktionieren kann, erfährt man beim Infoabend am 24. April im Diözesanhaus Feldkirch.

Fromme Wünsche reichen längst nicht mehr aus, um die Erde vor dem Energiekollaps zu bewahren. Denn wir leben auf großem (Energie-)Fuß. Zu großem. Und das ist kein Geheimnis. Deshalb heißt es jetzt: Jeder packe sich an der eigenen Nase und werde aktiv! Denn da geht noch was in Sachen Energiesparen. Auch und gerade in den Pfarren.

Sparen kann ganz einfach sein

Nüziders ist nur ein Beispiel dafür, was alles möglich ist, wenn man mal ganz ehrlich über die Stromspar-Bücher geht. Hier wird zum Beispiel seit kurzem der Energieverbrauch über die Onlineportale EBO und SOC genau dokumentiert. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch die Abrechnung. „Ich bin ganz begeistert, wie rasch und einfach wir für die Pfarre Stromkosten senken konnten“, schwärmt Georg Künz, PKR-Vorsitzender aus Nüziders. Dabei ist man mit den Energiespartipps noch längst nicht am Ende.

Und wie man so richtig aus dem Vollen schöpft, dazu stehen am 24. April DI Markus Kaufmann und Mag. Florian Jochum vom Energieinstitut neben DI Max Hartmann vom Strom Online Controlling Rede und Antwort.

Ziehen wir Bilanz

Ob wir wirklich alles brauchen, was wir so verbrauchen, sei dahingestellt. Richtig ist aber, dass sich der Energieverbrauch weltweit bis zum Jahr 2060 auf rund 321.000 Milliarden KWh verdoppeln wird. Das hat auch mit dem Aufschwung in so genannten Schwellenländern wie Indien oder Brasilien zu tun. Dass die Erde da nicht länger mithalten kann, hängt aber ganz direkt auch mit den hoch industrialisierten Ländern der westlichen Welt zusammen. Und dass akuter Handlungsbedarf besteht, dafür steht u. a. auch das Bekenntnis des Vorarlberger Landtages zur Energieautonomie bis 2050.

Was tut da die Kirche?

Christinnen und Christen tragen Verantwortung für die Schöpfung. Ein Ansatzpunkt dafür ist u. a. der Beschluss der Österreichischen Bischofskonferenz, das Thema der Schöpfungsverantwortung in den Diözesen Österreichs voranzutreiben.

Dazu heißt es auf der Website der BIKO u. a :

  • Als erste Maßnahme verpflichten sich die Diözesen dazu, nachhaltige Leitlinien zu erarbeiten und zu beschließen.
    Die Leitlinien der Diözese Feldkirch finden Sie hier.
  • Energiewende ist das zweite Projekt. Ziel ist es hier, die Energieeffizienz zu steigern, den Energiebedarf zu erheben, zu senken und durch erneuerbare Energie zu decken.
  • Ökosoziale Beschaffungsordnung lautet das dritte Stichwort. Durch regionalen Einkauf und faire Produktion wird die Umwelt geschont und zugleich Kosten reduziert.


Und in Feldkirch?

Im EthikCenter der Katholischen Kirche Vorarlberg wurde im vergangenen Jahr „Leitlinien zu Nachhaltigkeit und ökosozialem Wirtschaften in den Pfarren und kirchlichen Einrichtungen der Diözese Feldkirch“ erarbeitet sowie das Projekt „f5“ ins Leben gerufen. „Fairhochfünf“ – nennt sich die Initiative und versteht sich als Orientierungshilfe zum nachhaltigen Wirtschaften für Pfarren und kirchliche Organisationen.

Infos dazu finden Sie hier.

Schritt für Schritt soll so an allen Orten der Kirche in Vorarlberg ein Beitrag für eine gerechtere und lebenswertere Welt geleistet werden. Und wer noch nicht damit begonnen hat, der fängt beim Infoabend am 24. April einfach am besten damit an.

Termin

Energie sparen in der Pfarre
Infoabend für Pfarrverantwortliche und Pfarrkirchenräte
24. April, 19-21 Uhr
Diözesanhaus Feldkirch

Themen und Referenten
Energie-Check: DI Markus Kaufmann - Energieinstitut
Energiebuchhaltung Online (EBO): Mag. Florian Jochum - Energieinstitut
Strom Online Controlling: DI Max Hartmann - SOC

Moderation: Felix Rohner, EthikCenter

Anmeldung bei

Felix Rohner, EthikCenter
T 0676 83240 3219
felix.rohner@kath-kirche-vorarlberg.at
www.ethikcenter.at