Mit eindringlichen Worten rief Papst Franziskus in seiner Sonntagsrede zu einem Ende des Ukrainekriegs auf und forderte eine sofortige Waffenruhe. Üblicherweise widmet das Kirchenoberhaupt seine Sonntagsansprache der Auslegung des Evangeliums.

In seiner Ansprache richtet sich Papst Franziskus direkt an beide Staatsoberhäupter: Er forderte den russischen Präsidenten Wladimir Putin auf die "Spirale von Gewalt und Tod" zu stoppen, auch zum Wohl des eigenen Volkes. An den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj appellierte der Papst "in großer Betroffenheit über das unermessliche Leid des ukrainischen Volkes infolge der Aggression, die es erlitten hat": Er möge offen sein "für ernsthafte Friedensvorschläge".

"Krieg ist niemals zu rechtfertigen"

Weiter rief Franziskus Politiker in aller Welt auf, sich für ein Ende des Krieges einzusetzen. "Bitte lassen Sie die jungen Generationen die gesunde Luft des Friedens atmen, nicht die verschmutzte Luft des Krieges, der Wahnsinn ist!" Den Schritt, auf die sonntägliche Katechese zu verzichten, begründete das Kirchenoberhaupt mit der "schrecklichen und unfassbaren Wunde der Menschheit", die nicht heile, "sondern immer weiter blutet und sich auszubreiten droht". Er verurteilte erneut die "niemals zu rechtfertigenden" Kriegshandlungen, die zu Tausenden Opfern und Zerstörung führten. Weiter formulierte er: „Und was ist mit der Tatsache, dass die Menschheit erneut mit einer atomaren Bedrohung konfrontiert ist? Das ist absurd.“

Alle diplomatischen Mittel nutzen

Erneut rief der Papst zu einem "sofortigen Waffenstillstand" auf. Es sollten "alle diplomatischen Mittel" genutzt werden, "auch die, die bisher vielleicht nicht genutzt wurden, um dieser schrecklichen Tragödie ein Ende zu setzen". Der Krieg an sich sei "ein Irrtum und ein Horror", betonte er.

 (vatican news)