Im Feldkircher Dom wurde gefirmt. Gut, das alleine wäre jetzt noch keine Schlagzeile, auch nicht, dass es Bischof Benno Elbs und Bischofsvikar Rudolf Bischof waren, die da die Firmung gespendet haben. Dass es sich um 16 Firmkandidatinnen und Firmkandidaten gehandelt hat und drei davon sich im Erwachsenenalter haben firmen lassen, das lässt dann doch aufhorchen.

Die Wochen rund um Pfingsten sind traditionell dicht bestückt mit Firmterminen. Verständlich, ist doch das Pfingstfest an sich direkt mit dem Sakrament der Firmung verwoben. Zur Erinnerung: Zu Pfingsten haben die Jünger, die sich nach dem Tod (und der Auferstehung) Jesu zurückgezogen hatten, den Mut gefunden, nach draußen zu gehen und allen von Jesus, von seiner Botschaft und vom Glauben zu erzählen. Den Mut dazu fanden sie, weil der Heilige Geist sie gestärkt hatte. Soweit sehr verknappt kurz etwas zu Pfingsten an sich.

Auch im Feldkircher Dom wurde also gefirmt und ein Fest für alle Anwesenden wurde daraus. Und wenn da schon 16 Jugendliche und junge Erwachsene Flagge zeigten und ihren Glauben noch einmal öffentlich bekannten, dann tat das natürlich auch der Dom selbst. Da wurde man nämlich von flatternden Fahnen begrüßt, von Tischchen, an denen man sich vor dem Gottesdienst noch auf ein kurzes Plaudern traf und dann ging es los. "Oh happy day", das und nichts anderes war der Sound, zu dem die Firmkandidatinnen und Firmkandidaten, die Paten und Patinnen, die Ministranten und natürlich auch die Firmspender in den Dom einzogen. Ja, "happy day", das war es und das sollte es auch sein. Es gab schließlich zu feiern, dass sich diese 16 Menschen auf das Abenteuer ChristIn-Sein einließen.

In ihrer Firmvorbereitung hatten sie sich intensiv mit den Themen Friede und Glaube beschäftigt. Besonders in Erinnerung geblieben ist Mathias Fazekas, der als 13-Jähriger damals die Firmung verpasste und sie jetzt mit 37 Jahren nachgeholt hat, "das Gespräch mit Bischof Benno Elbs in der Firmvorbereitung. Er war sehr nahbar und ist auf unsere – teilweise kritischen – Fragen sehr offen und ehrlich eingegangen. Das hat mir wirklich imponiert.“

Diese Stimmung war jetzt im Gottesdienst spürbar und es war spürbar, dass da etwas Nicht-Alltägliches geschieht. Das lag sicher daran, dass sich jede und jeder Firmkandidat namentlich der versammelten Gemeinde vorstellte. Das lag auch daran, dass Bischof Benno Elbs in seiner Ansprache eben nicht "von der Kanzel" herunter zu den jungen Erwachsenen gesprochen hat, sondern zu ihnen hinunter in die Bankreihen kam. Das lag daran, dass er - wie auch Dompfarrer Fabian Jochum - genau die richtigen Worte für ihre gegenwärtige Lebensphase gefunden hat. Das lag an der Musik, an der Stimmung, an der geteilten Freude. Es war Platz für leise, sehr persönliche Momente (wie das Spenden der Firmung an sich) und für den begeisterten Applaus, mit dem die Frisch-Gefirmten von allen Anwesenden begrüßt wurden. 

Es war ein Fest, ein Feiertag für alle. So, wie er ihn, so erzählt Bischof Benno Elbs, in so vielen Pfarren, in denen er rund um Pfingsten als Firmspender zu Gast ist, immer wieder erleben darf. Auch das stärkt. "oh happy day"!