Und noch ein bisschen normaler: Die österreichische Bischofskonferenz hat weitere Lockerungen für den Gottesdienstbetrieb ab 10. Juni beschlossen.

Die neue Rahmenordnung gilt österreichweit für den Bereich der Katholischen Kirche und setzt die Vereinbarung um, die die Kirchen und Religionsgesellschaften Dienstag mit der zuständigen Kultusministerin Susanne Raab geschlossen haben. Die wichtigste Erleichterung ist die Reduzierung des Mindestabstands von zwei auf einen Meter. Bei Gottesdiensten im Freien entfällt die FFP2-Maskenpflicht. Chorgesang ist ohne FFP2-Maske möglich, wenn der jetzt verkürzte Mindestabstand von einem Meter eingehalten wird.

Weil bei Gottesdiensten in geschlossenen Räumen und unter freiem Himmel kein Nachweis im Sinne des „geimpft, getestet oder genesen“ verlangt wird, bleibt ein Großteil der bisherigen Schutzmaßnahmen weiter aufrecht. So ist bei Gottesdiensten in geschlossenen Räumen das Tragen von FFP2-Masken weiter verpflichtend, Desinfektionsmittel muss ausreichend zur Verfügung gestellt werden. Beim Empfang der Kommunion treten die Gläubigen weiterhin mindestens zwei Meter zur Seite. Auch bei der Beichte bleibt der Mindestabstand von zwei Metern aufrecht. Bei "religiöse Feiern aus einmaligem Anlass" – gemeint sind damit Taufe, Erstkommunion, Firmung und Trauung – sind weiterhin ein Präventionskonzept und ein Präventionsbeauftragter verpflichtend vorzusehen.

Zurück zur Normalität

„Mit dieser Rahmenordnung möchten die Bischöfe Österreichs gewährleisten, dass auch unter den gegebenen Bedingungen der Pandemie Gottesdienste ohne Gefährdung und in Würde gefeiert werden können“, wird im Regelwerk eingangs festgehalten. „Zu den Voraussetzungen dafür gehören insbesondere Eigenverantwortung und Rücksichtnahme.“

Die Rahmenordnung ermöglicht den Diözesen wie zuletzt eine regional autonome Vorgehensweisen bei der Corona-Bekämpfung. So sind sowohl Verschärfungen als auch Erleichterungen im Gleichklang mit staatlichen Bestimmungen möglich. Die Rahmenordnung gilt nur für Gottesdienste. Für andere kirchliche Veranstaltungen wie Gruppentreffen, das Pfarrcafé oder die Chorprobe „gelten die staatlichen Regelungen für den jeweiligen Veranstaltungstyp“, wird festgehalten.

Quelle: kathpress.at / red