Zum internationalen Tag gegen Lebensmittelverschwendung melden sich die Landwirtschaftkammer und die Ordensgemeinschaften Österreichs gemeinsam zu Wort. Sie wollen auf den Wert der Nahrungsmittel aufmerksam machen und erklären, was bei ihren Projekten bereits geschieht.

Haben Sie es gewusst? Am 29. September ist der Internationale Tag gegen Lebensmittel-verschwendung. Während man vor zehn Jahren noch nicht viel davon gehört hat, gibt es in  Österreich – auch im Ländle – Organisationen, die verhindern wollen, dass Lebensmittel weggeworfen werden. Bekannt ist, dass „Tischlein deck dich“ in Geschäften Lebensmittel abholt und an Bedürftige und sozial schwache Personen abgibt.

In einer Presseaussendung haben sich nun zum Thema „Lebensmittelverschwendung“ die Landwirtschaftskammer Österreich und die Österreichische Ordenskonferenz gemeinsam zu Wort gemeldet. Beide Organisationen wollen darauf aufmerksam machen, wie wichtig ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln ist – sowohl im Sinne der Wertschätzung für bäuerliche Produkte als auch für sozial schwächere Menschen, denen Lebensmittel nicht im Überfluss zur Verfügung stehen.

Fakt ist: In Österreich werden jährlich 1 Mio. Tonnen genießbare Lebensmittel weggeworfen. Dagegen setzen Ordensgemeinschaften in Österreich selbst Zeichen. Ordensgemeinschaften sind für wertschätzendes Handeln bekannt. In den Gemeinschaften wir achtsam mit den Lebensmitteln umgegangen. Manche setzen sich auch für Bedürftige ein und bauen Verpflegungsangebote auf. Auch das Elisabeth-Brot, das es am 19. November vielerorts zu kaufen gibt, ist eine solche  Initiative.

Das Bewusstsein für den Wert der Lebensmittel steigern

Der Landwirtschaft ist es wichtig, dass erkannt wird, wie kostbar die Lebensmittel sind.  Bäuerinnen tragen mit vielen Initiativen zur Bewusstseinsbildung bei: Sie geben Tipps zur Müllvermeidung, stellen schmackhafte Rezepte zur Resteverwertung vor, erklären das Einkochen, geben Tipps für den richtigen Einkauf und zur Lagerung. Auch aus geretteten Lebensmitteln kann noch so manche leckere Speise auf den Tisch gezaubert werden. Gewusst wie! Und vermutlich sind es eher die Bauern, von denen man lernen kann, wie Obstkerne oder der Trester noch zur Energieerzeugung eingesetzt können.

Was kann jeder Einzelne aktiv gegen Lebensmittelverschwendung machen? -  Vorschläge aus der Presseaussendung

Vor Einkauf bereits Menüplan machen, gezielt einkaufen

Portionsgrößen anpassen - nur so viel kochen, wie tatsächlich gegessen wird

Etwaige Reste verwerten, z.B. Gericht variieren oder weiterverarbeiten (z.B. aus Kartoffeln Salat machen), einfrieren oder in Arbeit/Schule etc. mitnehmen

Regional Einkaufen: kürzere Lieferwege = längere Haltbarkeit und klimaschonend

Bereit sein, für regionale Produkte einen angemessenen Preis zu bezahlen

Sich nicht von Sonderangeboten und Mengenrabatten täuschen lassen

Abgelaufene Lebensmittel nicht gleich wegwerfen, sondern den eigenen Sinnen vertrauen – anschauen, riechen und evtl. schmecken

An richtige Verpackung, Aufbewahrung und Lagerung denken

Richtiges Kühlschrankmanagement

Abschließend ein Vorschlag aus der Redaktion

Wenn Sie das nächste Mal vor Ihrem Teller sitzen, essen Sie nicht sofort los, sondern halten Sie kurz inne und überlegen Sie, welche Arbeitsschritte für dieses Essen nötig waren und wie viele Menschen für dieses Essen gearbeitet haben – angefangen vom Anpflanzen der Nahrungsmittel bis hin zu den letzten Handgriffen in Ihrer Küche.

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