Nachhaltigkeit sowie soziales und ökologisches Engagement sind heutzutage keine Fremdworte mehr, sondern gehören zunehmend zum Alltag. Und zwar nicht nur zum Privaten, sondern auch zum Alltag von Unternehmen. "Corporate Social Responsibility", also "verantwortungsvolles Wirtschaften", wird das genannt und seit zehn Jahren auch ausgezeichnet. Mit dem "Trigos"-Preis. Die Einreichfrist läuft.

Österreichs Wirtschaft befindet sich auf einem "guten Weg", erklärt Caritas-Präsident Franz Küberl. Auf einem guten Weg insofern, als sich das Bewusstsein für unternehmerische Verantwortung und die Offenheit für soziale Initiativen in den letzten 15 bis 20 Jahren geschärft und verbessert habe.  Corporate Social Responsibility (CSR), also verantwortungsvolles Wirtschaften ist nicht mehr nur eine leere Worthülse, sondern ein Auftrag.

Ein Preis wandelt sich
Seit rund zehn Jahren werden die besten und wirksamsten CSR-Aktivitäten österreichischer Unternehmen prämiert und die Erfolgsmodelle einer größeren Öffentlichkeit vorgestellt. TRIGOS nennt sich der erfolgreichste und bekannteste heimische Preis für unternehmerische Verantwortung, der sich in seinen Bestandsjahren enorm gewandelt hat. Wurden früher einzelne Projekte prämiert, liegt der Fokus jetzt auf dem ganzheitlichen Engagement der Unternehmen im sozialen sowie ökologischen Bereich.

Die Jury legt großen Wert darauf, dass Unternehmen, die sich um den TRIGOS bewerben, nicht nur einzelne Maßnahmen setzen, sondern ihre gesellschaftliche Verantwortung als Unternehmensphilosophie wahrnehmen und strategisch in alle Bereiche ihres Handelns einbinden.

Gewinner kommen auch aus Vorarlberg
Über 1.200 österreichische Unternehmen haben sich in den letzten neun Jahren für den TRIGOS beworben. Rund  200 wurden national sowie regional ausgezeichnet. Damit trägt der TRIGOS wesentlich zur Bestandsaufnahme von Corporate Social Responsibility in Österreich bei. Unter den letztjährigen Gewinnern finden sich auch drei Vorarlberger Unternehmen: Die Gebrüder Weiss GmbH im Jahr 2008, die Dorf-Installationstechnik GmbH im Jahr 2005 und die Omicron electronics GmbH im Jahr 2004.

Mehr zu "gewinnen"
Zu seinem zehnjährigen Jubiläum wird der TRIGOS Preis ausgeweitet. Neben den Kategorien "Ganzheitlichstes CSR-Engagement", "Beste Partnerschaft" und "Social Entrepreneurship"  gibt es heuer auch eine Kooperation mit der Europäischen Kommission, wodurch sich Preisträger auch um den ersten "European CSR-Award" bewerben können.

TRIGOS und Europa
Der European CSR-Award richtet seinen Fokus auf erfolgreiche Partnerschaften zwischen Unternehmen und nicht-unternehmerischen Stakeholdern. Die Jury legt bei der Bewertung der Multistakeholderprojekte großen Wert auf den Innovationsgrad sowie auf die erzielte Wirkung – sowohl für die Gesellschaft als auch für das Unternehmen selbst. Ziel ist es, innovative und nachhaltige Initiativen zu finden, die zum Vorbild für andere werden. Das Projekt umfasst 28 Länder und wird von der Europäischen Kommission unterstützt.

Breite Trägerschaft aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft
Der TRIGOS wurde 2003 von Vertretern der Wirtschaft und NGOs ins Leben gerufen. Als Träger fungieren dabei die Caritas, das Österreichische Rote Kreuz, der Umweltdachverband, GLOBAL 2000, SOS-Kinderdorf, Diakonie Österreich, die Industriellenvereinigung, die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Business Data Consulting Group sowie respACT - austrian business council for sustainable development.

Verantwortung buchstabieren
Dass das Thema soziales Engagement in Organisationen wichtig ist, hält Küberl fest, indem er auf die vielen Wirtschaftstreibenden hinweist, die einen Schritt auf Organisationen wie etwa die Caritas zumachen und mit ihnen kooperieren möchten. "Wir haben gelernt, dass für viele Unternehmungen das soziale Engagement nicht Fremdwort, sondern täglich gebrauchtes Tunwort ist", freut sich Küberl. "Soziale Mäntelchen" oder "Feigenblätter" gebe es fast nicht mehr  und mit dem TRIGOS als "Multiplikator für nachhaltiges Wirtschaften" gehe "es in die richtige Richtung".  "Er zeigt, dass viele Unternehmen gut arbeiten und ihre Verantwortung auch buchstabieren können."(red/trigos.at)

Übrigens: Einreichungen für den TRIGOS 2013 sind ab sofort bis einschließlich 1. März 2013 möglich. Weitere Informationen finden Sie unter www.trigos.at