Klimanotstand, Klimaziele und Klimaausschuss - auch wenn Corona viele brennende Fragen in den vergangenen Monaten in den Hintergrund gedrängt hat, haben sie sich in der Zwischenzeit nicht in Luft aufgelöst. Deshalb melden sich "Fridays for Future Vorarlberg" im Vorfeld der Gemeinderatswahlen in allen Bezirken zurück.

Da sage noch einmal einer, dass sich Jugendliche für nichts - und schon gar nicht für Politik - interessieren. Fehlanzeige. Sie sind sogar sehr politikinteressiert. Wenn es die richtigen Themen sind, dann gehen sie dafür sogar auf die Straße. Der Klimaschutz ist so ein Thema und so trafen sich kürzlich am Feldkircher Katzenturm die AktivistInnen der "Fridays for Future Vorarlberg" zur öffentlichen Kundgebung.

Tour durch die Bezirke

Nach dem Auftakt in Bregenz, war Feldkirch nun die erste Station der AktivistInnen auf ihrer Tour durch die Bezirke. Ihr Ziel ist es, gerade im Vorfeld der Gemeinderatswahlen die Themen des Klimanotstandes und des Klimaschutzes zurück ins Bewusstsein zu rufen und - wenn möglich - GemeindevertreterInnen von ihren Forderungen zu überzeugen. Die da lauten: dass alle Vorarlberger Gemeinden den Klimanotstand ausrufen und einen faktenorientierten Diskurs darüber führen, was in Sachen Klima Not tut. In weiterer Folge sollen sich alle Gemeinden dazu bereit erklären, einen verpflichtenden Klimacheck für alle bestehenden und noch kommenden Verordnungen und Beschlüsse einzuführen. Die Aufgabe des Klimaausschusses, der in jeder Gemeinde eingerichtet werden soll, ist es schließlich, die Einhaltung der Klimaziele (lineare Reduktion der Treibhausgasemissionen sowie eine öffentlich einsehbare CO2-Bilanz) zu planen und deren Einhaltung zu kontrollieren. 

Immer mehr UnterstützerInnen

Nichts mehr und nichts weniger fordern die Jugendlichen und jungen Erwachsenen. "Wir bekommen mehr und mehr Unterstützung von unterschiedlichsten Organisationen und Bewegungen. Das zu spüren, ist motivierend und wir freuen uns über alle weiteren UnterstützerInnen, die sich hinter unsere Forderungen stellen und damit den PolitikerInnen zeigen, dass Klimaschutz ein Anliegen ist, das viele betrifft.” so Klimaaktivist und Mitbegründer von "Fridays for Future Vorarlberg", Aaron Wölfling. Zu den unterstützenden Organisationen zählen unter anderem der Naturschutzbund, das Klimabündnis und einfach.fair.leben der Katholischen Kirche Vorarlberg.

Und auch auf politischer Seite findet die Kampagne Zustimmung, hatten doch die Klima-AktivistInnen alle GemeindevertreterInnen des Bezirks Feldkirch im Vorfeld zur Aktion am Katzenturm und zur Unterzeichnung ihrer Klimaziele eingeladen. Eine Einladung, der bereits viele gefolgt sind. "Wir freuen uns besonders, dass Parteifraktionen aus so vielen unterschiedlichen Lagern unterzeichnet haben. Das zeigt einmal mehr, dass Klimaschutz alle betrifft,” so der Aktivist Johannes Hartmann (24). "Gemeindepolitiker*innen können jetzt zeigen, dass sie in ihrem Amt für unsere Zukunft kämpfen werden.

Weitere Infos zur "Fridays for Future Vorarlberg" finden Sie unter: www.fridaysforfuture.at/regionalgruppen/vorarlberg