Unzählige Schoko-Nikoläuse gehen Jahr für Jahr über die Ladentheke und landen schließlich im Nikolaussäckchen und somit in den Händen (und zu guter Letzt auch im Magen) der Liebsten. Auch heuer sind sie wieder buchstäblich "in aller Munde". Doch es gibt einen entscheidenden Nachteil an den süßen Gesellen: Nicht alle, sogar sehr wenige, sind fair und ökologisch produziert und deshalb auch nicht für jede/n als Geschenk vertretbar.

Das Daheimbleiben versüßen

Auch heuer fällt der Nikolaustag wieder mitten in den Covid 19-Lockdown. Vielen Kindern und Junggebliebenen wird deshalb der gütige Bischof keinen persönlichen Besuch abstatten, doch Nikolaussäckchen und -körbchen werden (gerade) dennoch zur Genüge verteilt werden. Grund genug,  deren Inhalt zumindest aus „schokoladiger“ Sicht genauer unter die Lupe zu nehmen. Die österreichische Umweltbewegung GLOBAL 2000 hat das gemacht und sich, gemeinsam mit dem Verein „Südwind“, viele der in Österreich erhältlichen Schoko-Nikolos genauer angesehen. Sie wollten wissen, wie ökologisch und fair diese produziert sind und auch, was die vorhandenen Gütesiegel zu bedeuten haben.

Fünf Testsieger

Zum Angebot (und zur Testung) standen insgesamt satte 24 Nikoläuse, davon fiel immer noch mehr als ein Drittel durch. Von den zehn negativ bewerteten Nikolos führten sieben gar keine Siegel an und verwiesen stattdessen auf unternehmenseigene Nachhaltigkeitsprogramme, drei blieben ohne Angaben. Jedoch: Fünf Produkte, also eines mehr als im letzten Jahr, erhielten heuer die doppelt-grüne Bestnote und sind sowohl Fairtrade- als auch Bio-zertifiziert. Sieben weitere überzeugten zumindest in einem der beiden Bereiche. Testsieger sind der „EZA Schoko-Nikolo Milch“ (zu erhalten in den Weltläden Österreichs – auch kontaktlos, denn diese liefern derzeit bis vor die Haustüre), der „Spar Natur pur Bio-Nikolaus“ von Spar, der „Billa bio Schoko Nikolo“ von Billa sowie der „Heindl Weihnachtsmann“ von Mpreis und der „BIO Natura Schoko-Nikolo“ von Hofer. Alle dieser genannten Nikoläuse tragen das Bio- sowie das Fairtrade-Gütesiegel. Eine besondere Empfehlung spricht die Jury den Schoko-Nikoläusen von EZA Fairer Handel aus: Sie ermöglichen es den Konsument/innen sogar, den Kakao und Rohrzucker bis zu den Ursprungskooperativen zurückzuverfolgen.

Hier können Sie den gesamten Bericht von GLOBAL 2000 und Südwind lesen.