Gemeinsam planen, umsetzen, Spaß haben und kleine Veranstaltungen organisieren – das haben sich sieben Jugendliche aus Rankweil seit einigen Monaten zum Ziel gesetzt. Dabei si &…ist eine Initiative für Jugendliche von Seiten der Pfarre Rankweil mit dem Hintergrund ein offenes Angebot zu ermöglichen, das zusätzlich zur „klassischen Ministrantenarbeit“ funktioniert.

„Es geht darum junge Menschen zu motivieren ohne eine konkrete Erwartung“, sagt Theresia Abbrederis, eine der Unterstützer:innen des Projektes und ergänzt: „Doch klar, ganz ohne Engagement und Einsatz geht es nicht.“ Im ersten Step wird vereinbart, was für eine Veranstaltung es sein soll, ein Termin fixiert und am Handy eine Einladung entworfen, die sich leicht über social Media verteilen lässt. Teilweise werden die Einladungen auch als Flyer gedruckt. „Es ist doch einfacher, haben uns die Mädchen berichtet, die Freundinnen einzuladen, wenn man ihnen etwas in die Hand geben kann.“

Was für Veranstaltungen sind das – und wo finden sie statt?

Bisher gab es einen Spieleabend im Mesnerstüble, ein Tischfußballturnier im Jugendheim und eine Cocktailbar am Kirchplatz im Rahmen des Projektes „Bänklehock“. Akteur:innen sind Theresa, Ronja, Aniell, Tobias, Elina, Linda und Elisa. Alle sind zwischen 11 und 14 Jahre alt und dieses Alter ist auch für die Veranstaltungen die Hauptzielgruppe.„Von Jugendlichen für Jugendliche sind die Veranstaltungen, Erwachsene sind nur im Hintergrund als Backup und um in der Vorbereitung mitzudenken, wenn überhaupt nötig,“ erklärt Evelyn Madlener, Pastoralassistentin der Pfarre Rankweil. Die Jugendlichen haben Spaß daran Veranstaltungen selbst zu organisieren, auch wenn es manchmal frustrierend sein kann, wenn Angebote nicht sofort in großer Zahl angenommen werden, so die Erfahrungen der letzten Monate. „Zudem haben viele Schüler:innen volle Terminkalender und es kann durchaus eine Herausforderung sein, zwischen Schule, Vereinen, Freunden und dem ganz normalen Leben Termine zu koordinieren und sich innerhalb der Gruppe gut abzustimmen“, berichtet die Pastoralassistentin.

Wie es im Herbst weitergeht?

Das ist noch offen. Es stehen Schulwechsel an, die Gruppe ist noch neu und die jungen Leute möchten im September wieder frei entscheiden, ob oder wie oft sie „dabei si…“ können und möchten. Sie sollen ausprobieren können, frei nach dem Motto „learning by doing“. Auch Scheitern sei erlaubt. Linda, 11 Jahre, berichtet: „Eigentlich fand ich alles sehr toll, aber am besten gefallen hat mir das Cocktailshaken. Da haben wir neue Rezepte für alkoholfreie Cocktails ausprobiert.“