Wir haben meist schon alles und von dem noch zuviel, deshalb erscheint das Schenken zu Weihnachten beinah fragwürdig. Dennoch wollen wir manchen Menschen eine Freude machen, indem wir ihnen etwas in die Hand drücken. So gilt es wohl, ein "etwas" zu finden, das abseits von Massenware und Kommerz liegt, kein Gütesiegel braucht und das weitergibt, was dem Gegenüber ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Zeit
Das mittlerweile kostbarste Gut ist sicher in der Geschenke-Liste an erster Stelle. Die Möglichkeiten, Zeit zu verschenken sind beinah unendlich. Vom einfachen oder ungewöhnlichen Spaziergang bis zum Wochenende im Schnee, vom Göti-Tag und Oma-Ausflug bis hin zum gemeinsamen Sauna-Besuch. Wenn es Orte und Tätigkeiten sind, die für Gespräche geeignet sind, dann sind Zeit-Geschenke eine echte Wohltat!

Handgeschriebenes
Im Zeitalter der E-Mails und SMS wird Handgeschriebenes immer seltener und deshalb auch zunehmend wertvoller. Eine klassische Weihnachtskarte mit persönlichen Wünschen oder ein Weihnachtsbrief (eine echte Rarität!!) wirken dann schon fast wie ein kleines Wunder.

Jasskarten
Das Jassen erfreut sich im Ländle nach wie vor großer Beliebtheit. Das Spiel bekommt einen besonderen Reiz, wenn die Köpfe der Personen auf den Karten durch Köpfe der Jassrunden-Mitglieder oder Familienmitglieder ersetzt werden. Technisch begabte machen das am PC, BastlerInnen schneiden Fotos aus und picken sie einfach auf die Jasskarten. (Achtung: Schellen-As sollte so bleiben wie sie ist...). Das Spiel wird noch mehr Spaß machen!

Joker-(oder Frei-) Karten
Ganz Anderes bewirken die Joker-Karten. Sie stammen aus dem Schulalltag, wo SchülerInnen zum Geburtstag drei Hausaufgaben-Joker geschenkt bekommen. Sie dürfen dann drei Mal anstelle der Hausaufgabe eine Joker-Karte abgeben, werden also von einer Pflicht befreit. Zuhause bzw. in der Arbeitswelt gibt es andere Pflichten. Da kann es dann z.B. eine Karte sein, die vom "Mittagessen-Kochen" befreit oder vom "Zimmer-Aufräumen" vom "Biomüll-Entsorgen" oder vom "Fernseh-Limit-Einhalten" - die Möglichkeiten der Befreiung sind so zahlreich wie die Pflichten und Aufgaben, die jeder und jede so mit sich trägt. Die Schenkenden müssen sich dann natürlich auch überlegen, ob bzw. wie die Aufgabe erfüllt wird.

(Familien)Abend zum Abschalten
Wer im wahrsten Sinne des Wortes abschalten möchte, schalte doch einfach den Fi-Schalter um. Schon sind jegliche Bildschirme und Geräuschquellen unsicht- und unhörbar. Kerzen dienen als Lichtquellen und machen Stimmung, Dinge zu tun, für die schon lange nicht mehr Zeit war: spielen, (Grusel-)Geschichten erzählen, in der Badewanne plantschen, singen, tanzen...

Spielsachen und mehr
Eine besondere Herausforderung sind Geschenke für Kinder, denn das Diktat der Werbung ist kaum umgehbar  sodass Barbie und Co. für manche Kinder überlebenswichtig scheinen, sie werden aber unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt. Alternative Spielsachen sowie auch Dekoratives oder Nützliches bzw. Dinge, die beides verbinden, finden sich in den Verkaufsstellen der Lebenshilfe und der Caritas. Die Lebenshilfe Vorarlberg bietet gleich drei unterschiedliche Geschäftsformen an: ARTelier, lebens.ART und drei Brockenhäuser. Bei der Caritas werden Sie fündig in den Werkstätten oder im Bauernladen. Die Verkaufsstellen sind auf jeden Fall einen Besuch wert!