Der Nothelfer

Gedenktag Achatrius: 8. Mai
Name: „Achatius“ ist die latinisierte Variante des griechischen Namens „Akakios“: der nicht Böse, der Unschuldige. Weitere Variationen sind: Agathius, Acato (Spanien), Agario (Süditalien).
Visitenkarte: Soldat, Märtyrer, Nothelfer

Aufgrund verschiedener gleichlautender Personen ist der Nothelfer historisch nicht klar festzumachen. Die historische Spur vernebelt sich bereits im 4./5. Jahrhundert. Vermutlich war Achatius ein kaiserlicher Soldat von Rang, der sich dem Christentum zuwandte. Als bekennender Christ, der sich weigerte den Kaiser als Gott zu verehren, wurde er Opfer der letzten Christenverfolgung, indem er gefoltert und getötet wurde. Die Verweigerung des Bekenntnisses zu den alten Göttern war für Soldaten gleichzeitig Hochverrat.

Nothelfer
Es liegt nahe, dass Achatius von Byzanz zum Patron der Soldaten wurde, der zum Schutz vor Krieg, Gefahr und Verfolgung angerufen wurde.

Archetypisch
Er ist ein starker, aufrechter Mann, ein tapferer Soldat eben, der klar und entschieden zu seiner Sache und zu seinem Glauben stand. Er ist eine Art Fels in der Brandung, dem niemand etwas anhaben konnte und der deshalb gerade in innerlich wie äußerlich stürmischen Zeiten angerufen wurde. Er ist so etwas wie die starke Schulter, ein kräftiger Schützer unter den Nothelfern.

Attribute
Meist wird Achatius dargestellt als Soldat mit Dornenzweig und Dornenkranz, mit Schwert, Streitaxt oder Lanze.

Weitere Informationen
Markus Hofer, Andreas Rudigier: Die Vierzehn Nothelfer. Das himmlische Versicherungspaket, Innsbruck 2020 (Tyrolia Verlag)

Foto oben: Achatius wird in Verbindung gebracht mit der "Legende von den zehntausend Märtyrern", die auf grausame Weise hingerichtet wurden. Das Bild ist ein Ausschnitt aus dem Altar von St. Martin, Ludesch