
"Fasten ist immer auch eine Verhaltensänderung und die funktioniert nie ohne Rückschläge", so Elbs in den "Vorarlberger Nachrichten". Entscheidend sei, "wieder neu anzufangen". Die eigentliche Kraft der Fastenzeit liege nicht im perfekten Durchhalten, sondern im bewussten Weitergehen. Hilfreich könnten etwa "Joker" sein: "Das hilft, nicht alles gleich aufzugeben, sondern dranzubleiben."
Fasten werde häufig als bloßer Verzicht verstanden. Das greife aber zu kurz, so der Vorarlberger Diözesanbischof. Es gehe darum, Raum für Neues zu schaffen, Elbs nennt mehr Bewusstsein. In einer von Tempo und ständiger Erreichbarkeit geprägten Zeit könne Fasten ein Gegenpol sein. "Wir sind oft Getriebene - von Gewohnheiten, von Social Media, von Erwartungen." Ein bewusster Verzicht helfe, wieder Klarheit zu gewinnen.
Disziplin allein reiche für ein Fastenvorhaben nicht aus; es sei auch immer eine Frage der Haltung. Neben dem persönlichen Verzicht gehörten Gebet, Fasten und Almosengeben zur Fastenzeit dazu. Gemeinsam würden diese Dimensionen die Verbindungen im Leben - zu sich selbst, zu anderen Menschen und zu Gott - stärken. "Fasten stärkt die Beziehung zur eigenen Seele, das Gebet die spirituelle Dimension, und die Solidarität verbindet uns mit anderen", erklärte Elbs.
Freiwilliger Verzicht stärke zudem das Bewusstsein für jene, die nicht aus freien Stücken verzichten. "Fasten kann Solidarität schaffen - mit Menschen, die nicht genug zum Leben haben", so der Bischof.
(kathpress.at)