
„Die Geschenke sind alle an ihrem Bestimmungsort angekommen“, erzählt Nadine Kasper, Fundraiserin bei der Caritas Vorarlberg. „Für die Beschenkten ist es mehr als nur ein Päckchen – es ist ein Zeichen der Hoffnung und vermittelt das Gefühl, gesehen und gehört zu werden.“ Aktuell erhalte sie viele schöne Rückmeldungen, die sie gerne teilen möchte, berichtet sie etwa vom Anruf einer Mutter, deren zehnjähriger Sohn einen hochwertigen Skianzug bekommen hat. „Wir hätten uns das nicht leisten können und so ist Raphael früher lieber in der Wohnung geblieben, während die Nachbarskinder im Schnee spielten. Ich kann mich nicht direkt bei der Spenderin bedanken, möchte es aber auf diesem Weg tun.“
Auch Alina, Esra und Malika sind begeistert von ihrem Geschenk. Die drei Freundinnen kennen sich aus dem Lerncafé. Die zwölfjährigen Mädchen haben vieles gemeinsam, auch, dass sie alle drei bislang nicht schwimmen gelernt haben. Ihre Eltern müssen jeden Euro vom Haushaltsbudget dreimal umdrehen, bevor sie ihn ausgeben. Und wenn am Ende des Monats Geld für Lebensmittel knapp wird, sind „Extras“, wie Schwimmkurse nicht drin. „Schwimmen gehört zu den wichtigen Lebenskompetenzen und kann im Notfall Leben retten“, ist Lerncafé-Koordinatorin Denise Zech überzeugt. Und weil die insgesamt 16 Caritas-Lerncafés in Vorarlberg den Ansatz verfolgen, Kinder und Jugendliche in ihrem Lernen möglichst ganzheitlich zu fördern, entstand die Idee, über die Christkindlaktion solche Schwimmkurse zu ermöglichen.
„Die Resonanz der Spender*innen war überwältigend und so griffen viele von ihnen tiefer als geplant in die Tasche, um diese Kurse zu ermöglichen“, freut sich auch Nadine Kasper, über den solidarischen Zusammenhalt, der bei diesem Spendenprojekt ganz besonders gut spürbar ist. „Diese Wirkung reicht über Weihnachten hinaus. Sie lebt weiter – in Schulpausen, in neuen Freundschaften, in gestärktem Selbstvertrauen.“ Übrigens: Wer während des Jahres Menschen in Notsituationen beschenken möchte, findet auf www.wirhelfen.shop.at eine Fülle guter Ideen.