
„Frieden ist zum Sehnsuchtsthema geworden“, erläuterte Caritasdirektor Walter Schmolly bei der Begrüßung der Gäste zu diesem „kleinen Neujahrsempfang“. Frieden habe als innerste Quelle die Verbundenheit aller Menschen untereinander in der einen Menschheit. „Insofern ist die wichtigste Friedensarbeit das Stärken dieser Verbundenheit, die immer Gabe und Aufgabe zugleich ist.“ Dazu sind wir alle aufgerufen: „Frieden ist kein Selbstläufer, sondern ein kontinuierliches Aushandeln gerechter Verhältnisse und von Formen eines empathisch-respektvollen Miteinanders.“ Gerade deshalb passe das Thema auch so wunderbar in den WirkRaum der Caritas, so Walter Schmolly.
Der Rönser Künstler Reinold Amann erläuterte in kurzen Worten, worum es in seiner Fotoausstellung und dem gleichzeitig präsentierten Buch geht: Gemeinsam mit seiner Frau Gudula habe er nach der Fluchtbewegung vor zehn Jahren versucht, den geflüchteten Menschen beim Ankommen hier in Vorarlberg zu helfen – sei es durch Deutsch-Lernhilfe, Unterstützung im Alltag oder später auch durch den Rückhalt einer Freundschaft. Schon damals hat Reinold Amann seine Eindrücke auch in Bildern gesammelt und eine Ausstellung im Landhaus gestaltet. „Nun war ein guter Zeitpunkt, um auf diese zehn Jahre zurückzublicken. Es geht in meinem Buch und in meinen Bildern auch darum, den Kulturwechsel zu thematisieren, den geflüchtete Menschen vollziehen müssen.“ Reinold Amann spricht rückblickend von „sehr vielen positiven Erlebnissen und Begegnungen“. Eine dieser bereichernden Begegnungen ist die kürzlich im WirkRaum stattgefundene mit Zafar Haqyar, einem aus Afghanistan stammenden Künstler, der die Ausstellung mit seinen Zeichnungen ergänzt.
Bei einem anschließenden kleinen Buffet des WirkRaum-Teams und Saz-Musik von Ghays Kolaghasy genossen die zahlreichen Gäste – darunter Stefania Pitscheider-Soraperra (Frauenmuseum Hittisau), Andreas Bartl und Alexander Meixner (Lebenshilfe Vorarlberg), die Jugendbotschafter*innen der Caritas Auslandshilfe Sara Becirspahic und Amy Überbacher, die Dornbirner Stadträt*innen Juliane Alton (Umwelt), Valle Sottopietra (Kultur) und Barbara Röser (Soziales), von Seiten des Landes Veronika Marte, Karin Feuerstein-Pichler und Bernhard Weber, Hanspeter Simma und Martina Hladik (Stadt.Leben.Dornbirn), Alfons Meindl (Pfarre Dornbirn) sowie Michael Rünzler, Monika Chromy und Bea Bröll von Seiten der Caritas - den Abend.
Die Ausstellung von Reinold Amann ist bis 13. März zu den Öffnungszeiten des WirkRaums (Dienstag bis Freitag, 9 bis 12 Uhr und Dienstag bis Donnerstag, 14 bis 17 Uhr) zu sehen. Nachdem bei anderweitiger Belegung des WirkRaums nicht die komplette Ausstellung besichtigt werden kann, bietet das WirkRaum-Team auch auch Besichtigungstermine außerhalb dieser Zeiten an (Terminvereinbarung: wirkraum@caritas.at).
Im Rahmen von „Frieden mitgestalten“ sind weitere Veranstaltungen geplant, darunter eine Ausstellung in Kooperation mit der Lebenshilfe (ab 26. März), die Präsentation der Friedensplakate von Schüler*innen des BG Dornbirn (ab 5. Mai), Workshops, ein Dialogforum sowie ein Stadtrundgang „Öffentlicher Raum und soziale Konflikte“.
Alle Termine und Infos dazu sind unter www.caritas-vorarlberg.at/wirkraum zu finden.