Seit einer Woche verbrauchen wir Menschen mehr Ressourcen als die Erde reproduzieren kann. Wie Bibel und Co uns zur Besserung mahnen und was wir von Bruder Klaus von Flüe lernen können, hören Sie im Ö1-Podcast.

Spürbare Konsequenzen

Man muss nicht einmal nach Afrika schauen, wo wieder eine Jahrhundertdürre für Hunger und Elend sorgt. Oder nach Norddeutschland, wo anhaltender Regen gerade viele Flüsse über die Ufer trieb. Nein, es reicht ein Blick in die Steiermark, wo ein Unwetter mit Starkregen, Sturm und Hagel Schäden unabsehbaren Ausmaßes anrichtete. Das alles sind, meinen viele Experten, erste Folgen des Klimawandels. Die Schuld daran tragen wir (auch, wenn das ein gewisser US-amerikanischer Präsident nicht einsehen will).

„Einen Ernstfall des Glaubens“ nennt es die Wiener Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb: In ihrem Eröffnungsvortrag bei der Ökumenischen Sommerakademie im Stift Kremsmünster rief sie Mitte Juli die Kirchen zum intensiven Einsatz für mehr Klimagerechtigkeit auf. Unter dem Titel „Gärten in der Wüste – Schöpfungsethik zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ analysierten prominente Experten aus verschiedenen Forschungsbereichen und Vertreter von Kirchen und Religionen, wie aktuelle ökologische Probleme gelöst werden können.

Über die Verhältnisse

Dass dieser Kongress kurz vor dem Weltüberlastungstag am 2. August terminiert wurde, ist sicherlich kein Zufall: Diese Datum markiert den Zeitpunkt im Jahr, ab dem wir mehr Ressourcen verbrauchen, als wir es uns eigentlich leisten könnten. Ein Drittel des Jahres leben wir also über unsere Verhältnisse – noch vor 30 Jahren waren es lediglich 12 Tage! Dass das angesichts der sich bereits jetzt abzeichnenden spürbaren Konsequenzen nicht noch länger gut gehen kann, ist klar. Aber was tun?

Das hat sich auch die Ö1-Redaktion gefragt und nach „Anleitungen zur Schöpfungsbewahrung“ in den heiligen Schriften des Judentums, des Christentums und des Islam gesucht. Ob und wie sie fündig geworden sind, hören Sie noch bis Sonntag im Podcast der letzten Sendung „Erfüllte Zeit“.

Einer, der es besser konnte

Einer, der – glaubt man den Legenden – in seiner zweiten Lebenshälfte nahezu ohne Ressourcenverbrauch auskam – manche sagen: nur mit Wasser und Heiliger Kommunion –, ist der Schweizer Mystiker Klaus von Flüe. Vor 600 Jahren kam er in Flüeli/Oberwalden zur Welt, und entschloss ich mit 50 Jahren, als Einsiedler und Asket zu leben – fortan bekannt als „Bruder Klaus“. Auch sein ungewöhnliches Leben war Teil der „Erfüllten Zeit“.

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Die Sendung steht noch bis Sonntag, den 13. August online zum Nachhören bereit. Zum Podcast »

Quellen: kathpress.at / Ö1 / red