Wie Sie es nennen – „Detox“, „Challenge“ oder ganz klassisch „Fasten“ – ist uns wurscht. Hauptsache, Sie tun's!

Nicht auf der Strecke bleiben

Zum Beispiel, indem Sie Ihr Auto stehen lassen – symbolische 40 Tage lang. Die ökumenische Aktion „Autofasten“ lädt ab Aschermittwoch – heuer am 14.2. – bereits zum 13. Mal zum Verzicht auf die CO2-Schleudern PKW ein und zur Fortbewegung zu Fuß, per Rad oder mit öffentlichen Vekehrsmitteln. Allein im letzten Jahr konnten mit rund 17.000 UnterstützerInnen 2.008 Tonnen CO2 eingespart werden, weil 10,1 Millionen Auto-Kilometer nicht gefahren wurden. Von den vielen positiven Folgen für Umwelt, Gesundheit, Seele und schlussendlich auch für die Geldbörse ganz zu schweigen. Oder um es mit ORF-Moderator Martin Ferdiny zu sagen: „Wenn man Zeit und Lebensqualität gewinnt, kann man eigentlich nicht von Verzicht sprechen. Genau das passiert beim Autofasten, denn nirgendwo bleibt soviel Zeit buchstäblich auf der Strecke wie hinterm Steuer.“

Anmelden und ein persönliches „Sparbuch“ anlegen kann man online unter www.autofasten.at

Spaß ist, was Du draus machst

A propos Lebensqualität: Gehören Sie zu denen, die meinen, ohne Bier/Wein/Schnaps ist der Abend/die Party/das Fest nur halb so gemütlich/spaßig/g'hörig? Dann empfehlen wir Ihnen die Probe aufs Exempel in Form der Aktion.Trocken: 1979, also vor fast 40 Jahren vom Götzner Pfarrer Wilfried Blum ins Leben gerufen, laden inzwischen Katholische Jugend und Jungschar, Caritas, der Verein SUPRO und der Vorarlberger Familienverband zum bewussten Verzicht auf Alkohol in der Fastenzeit ein. 2017 machten 2355 Menschen mit und sammelten so 40685 Alkoholfreie Tage. Das sind im Schnitt zwar „nur“ 17,27 pro Nase, also knapp die halbe Fastenzeit, aber besser als nix. Neues Jahr, neues Glück!
Die kostenlose (und anonyme) Tracking-App für Iphone oder Android bzw. eine Browserfunktion gibt’s online unter www.aktiontrocken.com

Halt amol!

Wofür lohnt es sich zu leben? Diese Frage stellen wir nicht nur im Pavillon 50, der heuer an elf Stationen in ganz Vorarlberg Halt macht, sondern im Rahmen der Fastenserie „Halt amol“ auch einem jungen Bergführer, einem Seelsorger in der Schubhaft, einer Kindergartenpädagogin, zwei Bundesheersoldaten, der Leiterin eines Hauses für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge und Häftlingen in der Justizanstalt Feldkirch. Ihre Antworten haben es in sich.

Ab Aschermittwoch lesen Sie sich jeden Mittwoch – online unter „Halt amol“ und/oder bequem als Newsletter in Ihrem E-Mail-Postfach. Melden Sie sich hier an!

Wofür aufstehen?

Ganz ähnlich lautet auch die Ausgangsfrage der Fastenimpulse der Online-Kirche Funcity: Was will ich in meinem Leben verändern? Wofür springe ich auf? Wofür schreie ich laut und lauter?
Angelehnt an die Bartimäus-Passage aus dem Markus-Evangelium erhalten Abonnenten täglich Anregungen, die die Augen öffnen und den Blick schärfen sollen für das, was wirklich zählt im Leben.

www.fastenimpulse.de

SMS vom Papst

Auch Papst Franziskus versorgt uns in der Fastenzeit wieder täglich mit Ideen, Impulsen, Fragen – ganz old school per SMS. Anmelden kann man sich für den kostenlosen Service mit einer Kurznachricht mit dem Stichwort „PAPST“ an die Telefonnummer +43 664 6606651

Warum? Darum!

Und wieso das Ganze? Das erklärte unser Nachbarbischof Hermann Glettler jüngst im Interview mit der katholischen Nachrichtenagentur Kathpress: Für ihn ist Fasten ein gutes Training für ein „Plus an Selbstbestimmung inmitten einer nervösen Betriebsamkeit unserer Zeit“. In unserer In einer „Zuvielisation“ tue es gut, bewusst einmal etwas wegzulassen und so, kritischer und selbstbewusster auszuwählen, erläuterte der Bischof. Das müsse nicht unbedingt in Form des klassischen Nahrungsfastens geschehen, das von Medizinern ohnehin nur in Verbindung mit entsprechenden Ruhe- und Rückzugsmöglichkeiten empfohlen wird, sondern könne gut auch im bewussten Verzicht auf gewisse „First-World-Problems“ gelingen.

Quelle: kathpress.at / red