Ob es nun das Interesse am Podium oder an den GesprächspartnerInnen war, die an diesem Abend erstmalig vorgestellt wurden - Fakt ist, dass der Salomon Sulzer Saal in Hohenems bis auf den letzten Platz gefüllt war. Über 120 Interessierte waren gekommen, um sich bei der Auftaktveranstaltung über die Dialoginitiative „W’ortwechsel“ der Katholischen Kirche Vorarlberg informieren und inspirieren zu lassen. Und gebucht wurde auch schon fleißig.

Ein Bischof und drei Frauen, vereint auf einer Bühne, sind an sich noch kein Garant für einen gelungenen Abend. Aber wie es heißt es doch so schön: die Mischung macht's und die war bei der Auftaktveranstaltung zum Start des „W’ortwechsels“ ebenso gelungen, wie bei der Dialoginitiative selbst. Für die kann man sich übrigens ab sofort anmelden. Einfach unter www.wortwechsel.jetzt aus einem von 43 GesprächspartnerInnen auswählen, Wunschtermin anklicken und auf "absenden" klicken. Und plötzlich finden in Vorarlbergs Haushalten zwischen 22. Mai und 2. Juni über 70 W’ortwechsel statt.

Reden ist Silber...

Doch zurück zum gestrigen Abend: "Wenn es ein Wort gibt, das wir bis zur Erschöpfung wiederholen müssen, dann lautet es Dialog", lieh sich Bischof Benno Elbs die Worte von Papst Franziskus aus. Und rannte bei den drei Frauen auf dem Podium damit offene Türen ein. Gemeinsam mit Bundespräsidentschaftskandidatin Irmgard Griss, Kabarettistin Gabi Fleisch und Moderatorin Angelika Böhler wurde über Gott und die Welt diskutiert. Über den Floskelaustausch in den Medien, warum Ehrlichkeit, Dialog und Medien einander (nicht) ausschließen, über Politiker, die zwar viel reden, aber nichts sagen und warum es schwierig ist zuzugeben, dass man ein gläubiger Mensch ist.

Ohne Humor geht es nicht

Wer nun glaubt, dass der Podiumstalk eine ernste Angelegenheit war, der irrt. Nicht nur Kabarettistin Gabi Fleisch brachte (schon von Berufs wegen) den Humor mit aufs Podium und ins Publikum. Auch  Irmgard Griss und Benno Elbs sorgten mit persönlichen Einblicken in ihr Leben für lachende Gesichter, ungläubige Blicke und viel Applaus. Und spätestens bei den Witzen, die Griss und Fleisch zum Besten gaben, war es auch um den letzten ernsten Blick geschehen.

Anschließend an den Podiumstalk hatten auch die über 120 Gäste dann die Möglichkeit, ganz offiziell "Worte zu wechseln". So genannte "W’ortwechsel - Bierdeckel" luden ein, Gedanken wie Fragen zu notieren, die Angelika Böhler anschließend mit allen teilte und diskutierte. Von "Kommen Muslime auch in den Himmel" über "Glaube muss vorgelebt werden" bis hin zu "Gute Gespräche brauchen keinen Grund" war hier alles erlaubt und auch dabei.

Jetzt heißt es schnell sein

Genau diese Bandbreite an Themen macht auch die Gesprächsinitiative W’ortwechsel aus, die heuer nicht nur 43 GesprächspartnerInnen aus Gesellschaft, Kultur und Kirche an 70 Terminen im Angebot hat. Schließlich wollen vom 22. Mai bis 2. Juni viele Gespräche über "Gott und die Welt" geführt werden. Wie viel Gott und wie viel Welt es sein soll, entscheiden die GastgeberInnen und ihre Gäste natürlich selbst. Die Dialoginitiative steuert "lediglich" spannende GesprächspartnerInnen und ModeratorInnen bei, die ab sofort online unter www.wortwechsel.jetzt gebucht werden können. Ein Angebot, das im Anschluss an die Veranstaltung offiziell frei geschaltet und sofort rege genutzt wurde. Soll heißen: Die ersten GesprächspartnerInnen sind schon weg - aber die Auswahl ist ja groß.

Eine Initiative von ...

Die W’ortwechsel Gesprächsreihe ist eine Initiative der Katholischen Kirche Vorarlberg in Zusammenarbeit mit dem Vorarlberger Familienverband, dem Bildungshaus St. Arbogast, der Caritas, dem Katholischen Bildungswerk sowie dem Zukunftsbüro des Landes Vorarlberg.