Merken das die Gastronomen, Clubbetreiber, Händler eigentlich? Dass 2.366 Menschen seit Beginn der Fastenzeit je rund 137 Euro NICHT in Bier, Wein und Hochprozentigeres investierten, insgesamt etwa 325.000 Euro? Oder machten Limo, Saft und alkoholfreie Cocktails dieses Loch in der Kasse wett?

Mehr Männer als Frauen

Wie dem auch sei: Die AKTION.TROCKEN von Caritas Vorarlberg, der Katholischen Jugend und Jungschar, SUPRO (Werkstatt für Suchtprophylaxe) und Vorarlberger Familienverband war laut einer gemeinsamen Presseaussendung auch heuer ein Erfolg: 2.366 Menschen nutzen die zugehörige App insgesamt (2016: ca. 3.000), davon 1.547 aus Vorarlberg. Obwohl Frauen inzwischen fast so viel Alkohol trinken wie Männer, hatten letztere beim Verzicht die Nase vorn: 57,9 Prozent männliche App-Nutzer standen 39,89 Prozent Frauen gegenüber.

In der technisch nochmals optimierten Anwendung für Smartphones und Desktop konnten auch in diesem Jahr wieder anonym abstinente Tage gesammelt werden – ein bisschen wie Punkte in einem Computerspiel. Ehrgeizige schlossen sich zu Teams zusammen und machten einen Wettbewerb daraus – andere nutzten die App, um ihr eigenes Alkoholkonsumverhalten auf den Prüfstand zu stellen: Wann trinke ich, wo trinke ich, wie viel trinke ich?

Geht's noch ohne?

Die so genannten Joker – also Tage, an denen doch ein Schluck gestattet war – wurden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor allem für Feiern und festliche Anlässe genutzt – manchmal aber auch daheim, wie Monika Chromy von der Fachstelle Suchtarbeit der Caritas berichtet. Überhaupt ist durchaus vorstellbar, dass die Aktion den einen oder anderen zum Grübeln gebracht hat: Kann ich noch ohne, oder ist es Zeit für Hilfe von außen… vielleicht auch den eigenen Kindern zuliebe?

Auch, wenn die Aktion seit „Erfindung“ durch 1979 durch den damaligen Götzner Kaplan und heutigen Rankweil Pfarrer Wilfried Blum offiziell an die Fastenzeit gekoppelt war, geht es online unter www.aktiontrocken.com weiter.