In der orthodoxen Kirche ist der Altarraum ein heiliger Ort, den Ungeweihte nicht betreten dürfen. Der Altarraum symbolisiert den Himmel, wo Gott wohnt, und der Kirchenraum die Erde. Dementsprechend ist in orthodoxen Kirchen der Altarraum durch eine Bilderwand, die Ikonostase, vom Kirchenraum abgetrennt. Normalerweise hat eine Ikonostase drei Türen. Heute noch dürfen die nicht geweihten Ministranten oder der Mesmer den Altarraum nur durch die beiden Seitentüren betreten. Durch die sogenannte „Königliche Tür“ in der Mitte darf nur der Priester treten.

Der Lettner (lat. lectorium: Lesepult) ist eine steinerne oder hölzerne Schranke, die vor allem in Domen, Kloster- und Stiftskirchen den Raum für das Priester- oder Mönchskollegium vom übrigen Kirchenraum, der für die Laien bestimmt war, abtrennte. In Abteikirchen diente der Lettner zur Trennung der Priestermönche und der Laienmönche. Er ist eine Weiterentwicklung der frühchristlichen Chorschranken, entwickelte sich in der Spätromanik, hatte eine Blütezeit in der Gotik und wurde dann in seiner Funktion als Lektorium allmählich von der Kanzel ersetzt.