Politisch war die Sache im Osten noch nicht endgültig erledigt. Kaiser Leo V. leitete 815 eine zweite Phase des Bilderstreits ein, wobei nicht so sehr theologische Gründe ein Rolle spielten, denn die bilderfreundlichen Kaiser waren militärisch weit weniger erfolgreich als die bilderfeindlichen. Wieder war es eine Kaisermutter, diesmal Theodora, die als Regentin für ihren Sohn 843 die Widerherstellung der Ikonen und die Befolgung des Konzils von Nicäa anordnete. Seit ihrem Dekret wird der erste Sonntag der Fastenzeit in der Ostkirche als Fest der Orthodoxie gefeiert. Seit dem Konzil werden Ikonen übrigens beschriftet mit den Namen und Bezeichnungen der Dargestellten, um zu verdeutlichen, dass es Abbilder sind und kein magisches Verständnis der Bilder aufkommt.