Architektonische Merkmale der Renaissance sind:

  • Wieder breiter gelagerte Bauten nach antikem Vorbild, Weiterentwicklungen des Basilikatyps
  • Die Bauten werden in ihrem Duktus wieder wuchtiger mit weiten, hellen Innenräumen
  • Bewusste Hervorhebung der architektonischen Linien im Innenraum
  • Rückkehr zu den klassischen Säulenkapitellen (dorisch, ionisch, korinthisch)
  • Gewölbe- und Kassettendecken treten an die Stelle des Kreuzrippengewölbes.
  • In bewusster Abhebung von der Gotik wird die Waagrechte mit oft schweren Gesimsen stark betont. Es dominieren Quadrat, Rechteck und Kreis und nicht mehr die Vertikalen der Gotik.
  • Typische Bogenform: Rundbogen. Nach der Gotik kehrt man bewusst zum klassischen (antiken) Rundbogen zurück.
  • Fenster meist rechteckig mit Ziergiebeln
  • In Italien gibt es mehrere Versuche, den Zentralbau (rund oder oktogonal, jeweils mit Kuppel) wieder für den Kirchenbau zu gewinnen (Florenz, Todi, Cortona, Montepulciano, Entwurf für Peterskirche), was sich aber nicht dauerhaft durchsetzt.
  • Im protestantischen Raum entstehen Predigtsaalkirchen ohne Chor mit rundlaufenden Emporen.