
Seit wann singst du im Kirchenchor?
In der Weihnachtsmette 1950 durfte ich das erste Mal beim Chor mitsingen. Seither bin ich dabei.
Also schon gut 75 Jahre – und wie lange spielst du schon auf der Orgel?
In Egg begann es fließend. Da ich schon beim Chor und mein Däta Organist war, bin ich anfangs manchmal eingesprungen. Auch Leo Simma war damals Organist und froh, wenn ich öfters einsprang. Zuerst spielte ich noch auf der alten Orgel. Mitte der 60er Jahre wurde die neue Orgel gebaut. Seither spiele ich regelmäßig in Egg. In Großdorf begann ich meine Dienste, als unser Pfarrer auch die Pfarre Großdorf übernahm. Vorher habe ich bei Pfarrer Haag schon manchmal gespielt. Seit im Jahr 2000 dort die Pflüger-Orgel angeschafft wurde, bin ich in Großdorf ebenfalls an den Sonn- und Feiertagen im Einsatz. Dann war noch bis vor wenigen Jahren jeden Sonntag in Ittensberg Gottesdienst, wo ich immer an der Orgel war.
Wo und wann hast du das Orgelspiel gelernt?
Da meine Mama bei uns daheim Klavier unterrichtete und Däta auch spielte, habe ich das Klavierspielen „abgespickt“. Das Andere lernte ich an der Orgel selber mit Dätas Hilfe dazu.
Erstaunlich! Das war's?
Seither war ich oft auf Orgelwochen und kirchenmusikalischen Werkwochen und bin bis heute noch mit Begeisterung dabei.
Kannst du Zahlen nennen, wie oft du in deinem Leben „georgelt“ hast?
(Lacht): Früher waren jeden Sonntag und Feiertag drei Messfeiern mit Orgel allein in Egg; dazu sang der Chor bei jeder Beerdigung das Requiem. Das waren jährlich 200 Einsätze. Heute sind es in Egg und Großdorf insgesamt ca. 120 jährlich, da auch manchmal andere Gruppen musizieren.
Dann können wir bei einem Schnitt von 160 mit Sicherheit sagen, dass du in den gut 60 Jahren sicher 10.000 Orgeldienste gemacht hast (zusätzlich noch oft außertourlich).
Zum Schluss noch etwas zum Schmunzeln:
Als Reli-Fräulein Herma in der Volksschule die Schüler fragte, wer die Patronin der Kirchenmusik sei, sagte ein Kind: „Die heilige Rosamunde“.
Danke für das Gespräch!
Gertrud Geser