
Erde, Wasser, Licht und Luft und die Gaben der Natur sind unsere Lebensgrundlagen. Sie schenken uns Leben, nähren unsere Gesundheit und erinnern uns daran, dass wir Teil der Schöpfung sind, nicht ihre Herren. Diesen Lebensgrundlagen wollen wir auch bei den Impulsabenden in der Fastenzeit nachgehen.
Die Erde trägt uns. Aus ihr wächst, was uns ernährt. Sie ist fruchtbar, wenn wir sie achten, und verwundet, wenn wir sie ausbeuten. In der Fastenzeit können wir neu lernen, dankbar zu sein für den Boden unter unseren Füßen – und bewusster mit dem umzugehen, was wir verbrauchen.
Das Wasser ist Quelle des Lebens. In der Taufe ist es Zeichen von Reinigung und Neubeginn. Sauberes Wasser ist für viele Menschen keine Selbstverständlichkeit. Die Fastenzeit fragt uns: Wo verschwenden wir, was kostbar ist? Und wo können wir teilen, schützen und bewahren?
Die Luft, die wir atmen, verbindet alles Lebendige. Jeder Atemzug ist ein Geschenk. Sie erinnert uns daran, dass Leben zerbrechlich ist und Schutz braucht. Wer achtsam lebt, lebt gesünder – körperlich wie geistlich.
Die Sonne, die uns wärmt, berührt alles Lebendige. Jeder Sonnenstrahl ist ein stilles Versprechen des Lebens. Ihr tägliches Aufgehen lehrt uns Beständigkeit und Vertrauen in den Rhythmus des Lebens.
Auch die Kräuter und Pflanzen sind Zeichen der Heilkraft der Schöpfung. Seit jeher dienen sie den Menschen zur Stärkung und Heilung. Sie stehen für das leise, oft Übersehene, das dennoch große Wirkung hat – so wie viele kleine Schritte der Umkehr und des Verzichts.
Die Fastenzeit ist mehr als Verzicht auf Gewohnheiten. Sie ist Einladung zu einem Lebensstil, der achtsam, maßvoll und solidarisch ist.
Möge diese Fastenzeit uns neu sensibilisieren für die Schönheit und Verletzlichkeit der Schöpfung. Und möge sie uns ermutigen, aus dem Glauben heraus Verantwortung zu übernehmen – für eine gesunde Welt und ein gutes Leben für alle.