PGR-Obfrau Mag. Margot Insam-Gstach hieß alle auf dem Vorplatz vom „Tüble“ (Gasthaus Taube) in Rankweil herzlich willkommen. Sie begrüßte besonders die Kirchenraumpädagogin Frau Mag. Hannerose Koch-Holzer, die nach einer kurzen Einführung die erwartungsvoll gestimmten Gäste aus Brederis durch den Häuslepark zu den zwei Zielobjekten St. Peters Kirche & Beinhaus führte.
Der Thematik dieser beiden kultur- und kunsthistorischen Juwelen widmete sich Frau Koch-Holzer fast zwei Stunden. Nach einem kurzen Abriss der Entstehungsgeschichte wies sie bei der Außenansicht der St. Peters Kirche auf eine Besonderheit hin, welche die meisten bisher übersehen haben. Als einzige Kirche im Land trägt sie auf der Kirchturmspitze einen Schlüssel, ein sichtbarer Hinweis auf den Namenspatron, St. Petrus. Sehr intensiv behandelte sie im Anschluss die Architektur und Innenausstattung u.a. den Hochaltar mit dem Altarbild und die Seitenaltäre mit den Schnitzfiguren von Dominikus Trenkwalder. Auch das Deckengemälde und das Seitenfenster beim Altar zeigen den klaren Bezug zum Namenspatron der kleinen, aber in der Vergangenheit sehr bedeutenden Kirche. Die wertvollsten kunsthistorischen Schätze sind das Konventkreuz, aus dem ehemaligen Kloster Valduna und die Sitzmadonna. Auch über das Auffinden und die Besonderheit der Kreuzwegbilder informierte sie die interessiert zuhörenden Bresner. Mit den Ölbildern der vier Evangelisten, dem Ölbild „Jesus mit den Hohen Priestern“ und dem Taufstein schloss sie die kunsthistorischen Informationen ab. Dazwischen spielte Veronika Kind auf ihrem Akkordeon besinnliche Weisen. So hatten die Zuhörer ausreichend Zeit, die Kunstschätze eingehend zu betrachten, auf sich wirken zu lassen und über das Gesehene und Gehörte nachzudenken.
Der zweite Programmpunkt umfasste das denkmalgeschützte Beinhaus. Dieses diente in der Barockzeit zur Aufbewahrung jener Gebeine, welche bei der Neunutzung alter Gräber freigelegt wurden. Nach den Plänen von DI Bernhard Wüst (Stahlkubus) und Paul Renner (Innenraum) erhielt es eine Neuadaptierung und konnte im Juni 2024 feierlich eröffnet werden.
Frau Holzer konnte mit Fachwissen, Lebendigkeit, Kreativität, Humor und Charme die interessierten Gäste begeistern. Die persönliche Begegnung mit dem Kirchenraum, die feinfühligen Beiträge von Frau Veronika Kind mit der Harmonika, ein gemeinsam gesungenes Lied zum Abschluss und die Übergabe eines kleinen Präsents durch Margot rundeten den ersten, kulturhistorischen Teil des Ausflugs ab.