In unserer Pfarre hat sich der, vor einigen Jahren eingeführte Brauch, bei der Bevölkerung überraschend gut etabliert. Die Teilnahme ist freiwillig und diejenigen, die sich dazu entscheiden, werden durch die Gestaltung ihres Fensters aktiv.
Jeden Abend, vom 1. Dezember bis zum Heiligabend, wurde ein anderes Fenster im Dorf geöffnet. Die 24 liebevoll vorweihnachtlich geschmückten Fenster mit Lichterketten, selbstgemachten Kunstwerken oder musikalischem Weihnachtssong zur Untermalung waren, wie die Tage im Adventkalender, mit einer Nummer versehen und wurden abends festlich erleuchtet. Jedes Fenster war für sich einzigartig und faszinierend. Die zwölf sogenannten „stillen Fenster“ luden nur zu einem Halt und Bestaunen ein.
Mit den zwölf „offenen“ Adventsfenstern“ wurde dank der Großzügigkeit der Gastgebenden eine Form geschaffen, die der Begegnung zwischen den Menschen diente und zugleich ein Beitrag gegen das anonyme Nebeneinanderleben war. Menschen, die sich sonst nie begegneten, trafen sich auf unterschiedliche Art und Weise. Jeder konnte vorbeischauen, man war zu nichts verpflichtet und über diese niedrige Schwelle konnte jeder kommen und auch wieder gehen, so wie es ihm passte. Überall gab es etwas zum Trinken (auch für Kinder!) und Kleinigkeiten zum Essen oder Naschen. Man konnte sich auch an Klängen der Live-Band „Nova & friends“ erfreuen oder Kunstobjekte bestaunen. Die Menschen hatten die Möglichkeit, Gemeinschaft zu erleben und zu spüren, dass sie nicht allein unterwegs waren. „Gemeinde“ im besten Sinne des Wortes trifft sich beim „Adventsfenster“.
Ein großer Dank gebührt einerseits den Verantwortlichen der Pfarre für die Initiative und andererseits allen Bresner*innen, die mitmachten und mit Kreativität und Liebe die Idee des „Adventsfensters“ heuer wieder realisierten. Es war ein perfekter Start in die Vorweihnachtszeit.