Schon beim Betreten der Kirche war eine besondere Atmosphäre spürbar und der Leitsatz für diesen speziellen Sonntag erkennbar: eine bunte Schar von farbigen Luftballons verwandelte den Gabentisch in eine Farbpalette, wobei die verschiedenen Farben nicht nur schön ausschauten, sondern auch voll dem Grundgedanken des Gottesdienstes entsprachen, weil die Farbkombinationen - inspiriert von der Natur und dem Alltag - so gewählt waren, dass sie zu einzelnen Abschnitten des Gottesdienstes die praktische Inspiration lieferten. Viele Gläubige, darunter zahlreiche Kinder, erschienen als „lustige Gestalten“ kostümiert, besonders auffällig waren die Damen vom Chor imPuls mit ihren bunten, schillernden „Trendfrisuren“ und farbenfrohen Tüchern. Auch die Ministranten waren etwas bunter als sonst und selbst Vikar Edwin Matt ließ es sich nicht nehmen, beim Einzug ein elegantes Faschingshütchen zu tragen.
Der Chor imPuls unter der agilen und dynamischen Dirigentschaft von Simone Amann-Ledetzky sorgte mit seinen lebhaften Klängen, fröhlichen Rhythmen und komplexer Harmonie für eine großartige und unbeschwerte Stimmung in der Kirche.
Die Darbietung war ein bewegendes Erlebnis, dass die vielen Besucher*innen auch emotional berührten. Begleitet wurde der Chor von einer Musikgruppe bestehend aus Gabi Kohler - Klavier / Kurt Fritsch - Gitarre / Thomas Bechter - Bass und Julian Amann - Cajon.
Zwei besonders aussagekräftige Abschnitte dieser Messfeier waren u.a.
- Der Farbenstreit, ein Zwiegespräch zwischen den Farben grün, blau, gelb, orange, rot und violett, vorgetragen von zwei Chormitgliedern. Wobei am Schluss die Frage auftauchte, warum überhaupt gestritten wird, weil jede Farbe wichtig und doch einzigartig ist! „Wir wollen alle zusammen einen Bogen über die Erde spannen, zum Zeichen, dass Gott euch alle gleich liebt und ihr in Frieden leben wollt.“
- Die Predigt, in Reimen verfasst von Diakon Johannes Bayer, beinhaltete die Vielfalt des Lebens. Die Predigt war voller Witz und Leichtigkeit, was bei vielen ein Lächeln und ein Nachdenken über die Bedeutung von Freude und Vielfalt im Leben auslöste.
Vikar Edwin Matt bedankte sich zum Schluss bei allen für den wunderbaren und zu Herzen gehenden Gottesdienst und betonte sinngemäß, dass dieser Gottesdienst nicht nur eine Gelegenheit zum Feiern war, sondern auch eine Erinnerung daran, wie wichtig es ist, sich in der Gemeinschaft zu unterstützen, um in der Freude des Glaubens miteinander verbunden zu bleiben. Er ließ es sich als „Laternser“ nicht nehmen, drei humorvolle Anekdoten vom Zusammentreffen eines Laternsers, Rankweilers und Bresners zu erzählen, was ihm den Beifall der Gottesdienstbesuchenden einbrachte.
Trotz nasskaltem Wetter war die anschließend auf dem Kirchplatz stattfindende Agape, die den fröhlichen Tag perfekt abrundete, gut besucht. Er war ein Ort des Gesprächs, des Lachens und des gemeinsamen Genießens, wo die Feier weiterlebte und alle in fröhlicher Gemeinschaft zusammenkamen. Doch was wäre ein Fasching ohne die mit Marillenmarmelade gefüllten und mit einer feinen Schicht Puderzucker versehenen Faschingskrapfen, die reißenden Absatz fanden und hervorragend schmeckten. So endete dieser erlebnisreiche Vormittag mit gemeinsamem Genießen, gemeinsamen Gesprächen und fröhlicher Laune.
Ein herzliches Dankeschön an Simone Amann-Ledetzky (und an die helfenden Hände im Hintergrund) für die Planung und Organisation sowie großartige musikalische Begleitung des Gottesdienstes mit dem Chor, aber auch dem PGR für die liebevoll gestaltete Agape nach der Messe!