
Zusammen mit dem Orchesterverein Götzis präsentiert der Pfarrkirchenchor unter der Leitung von Alfred Dünser die Missa Vivaldi mit Themen aus den „Vier Jahreszeiten“. Zur Feier des Tages beginnt der Gottesdienst mit dem Großen Einzug. Schwungvoll, charmant, augenzwinkernd und trockenem Humor, zelebriert Kaplan Gabriel Steiner die Messe. Er ist ein Meister am Rauchfass. Eigentlich deutet nichts auf einen zweiten Höhepunkt hin. Man kann mit Freude Gottesdienst feiern. Orchester, Chor und Solisten - an der Orgel Cornelia Schreiber, Alina Martin spielt Blockflöte - erhöhen die festliche Stimmung. Ein Genuss für Herz und Ohr.
Erst kurz vor dem Segen drängt sich Barbara Wagner vor das Mikrofon und richtet, im Namen des Kirchenchors und der Pfarrgemeinde, Dankesworte an Gabriel. Ja, viele wissen es schon, Gabriel zieht – nach vier Jahren heilvollem Wirken in Götzis - ins Walsertal. Barbara übergibt als Symbole des Dankes einen riesigen „Ränga“ Walserstolz, eine Art Weihwasser, eher Schnaps, und ein gehäkeltes Stofftier. Sie wünscht ihm alles Gute und viel Freude an der neuen Wirkungsstätte. Langer Applaus hallt durch den Kirchenraum und Gabriel bedankt sich seinerseits, für die große Unterstützung, die er in Götzis erfahren hat. Er scheut sich nicht namentlich einige Personen zu nennen, die ihm das Leben hier verschönert haben und von denen er viel gelernt hat. Eine besondere Person will er hier aber noch einmal deutlich hervorheben. Es ist unser Pfarrer Rainer Büchel. Von ihm, sagt Gabriel, habe er viel gelernt, von ihm hat er auch viel Freiheit bekommen, das zu tun, was wichtig ist. Dadurch fällt es ihm leichter zu gehen, weil er weiß, wir haben mit unserem Pfarrer einen unglaublich starken Priester in der Gemeinde, der mit übergroßer Hingabe auf uns schaut.
Beim Hinausgehen aus dem Gotteshaus murmeln viele Kirchenbesucher: „Schöa ischas gsi“. Einem gemütlichen Zusammensein am Kirchplatz steht also nichts im Weg.
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Wer nicht jedes Wort vom Ständchen für Kaplan Gabriel verstanden hat, kann hier den Text nachlesen.