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Pfarre Langenegg
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Christine Eberle
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Was trägt dich?

Ein weiterer Abend der Reihe „essa – losa – reda“ im Pfarrsaal Krumbach widmete sich einer zentralen Frage des christlichen Glaubens: Warum wurde Gott Mensch und warum ist Jesus am Kreuz gestorben? Über 80 Interessierte folgten der Einladung und erlebten einen inhaltlich dichten und zugleich berührenden Abend.

Bereits zu Beginn wurden die Besucherinnen und Besucher mit einer schmackhaften Gemüsesuppe vom Gasthaus Post, Krumbach verwöhnt. Das gemeinsame Essen schuf eine herzliche Atmosphäre und bot Raum für erste Begegnungen und Gespräche.

Den Impuls gestaltete Pfarrer Mathias Bitsche, der die Teilnehmenden bei ihren eigenen Lebenserfahrungen abholte: bei Fragen nach Schuld, Verletzungen und dem Wunsch, verstanden zu werden. Von dort aus eröffnete sich ein Zugang zum christlichen Glauben, der nicht theoretisch, sondern lebensnah erfahrbar wurde.

Im Zentrum stand die Überzeugung: Gott sucht den Menschen. In Jesus wird Gott selbst Mensch, um den Menschen nahe zu sein und ihr Leben ganz zu teilen – mit allem, was dazugehört: Freude, Leid, Angst und Freundschaft . Gott bleibt nicht auf Distanz, sondern kennt das Leben „von innen“.

Besonders eindrücklich wurde das Kreuz als Zeichen radikaler Liebe entfaltet. Gott geht bis in das Leiden hinein und zeigt: Keine Situation ist gottfern. Selbst dort, wo Liebe auf Ablehnung stößt, bleibt sie bestehen. Das Kreuz entlarvt Gewalt und eröffnet einen anderen Weg – den Weg der Liebe statt der Gegengewalt.

Zugleich wurde deutlich: Versöhnung ist möglich. Trotz Schuld bleibt die Beziehung zu Gott offen. Der Mensch muss sich nicht selbst retten, sondern darf darauf vertrauen, dass Gott ihn trägt.

Die Botschaft der Auferstehung eröffnete schließlich eine hoffnungsvolle Perspektive: Das Leben und die Liebe sind stärker als der Tod. Diese Hoffnung kann auch im Alltag tragen und neue Wege eröffnen.

In den anschließenden Kleingruppen wurden persönliche Gedanken und Erfahrungen geteilt und vertieft.

Der Abend zeigte einmal mehr, was die Reihe „essa – losa – reda“ auszeichnet: ein offener Raum, in dem Glaube, Leben und persönliche Fragen miteinander in Verbindung kommen.


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Veröffentlicht am 30.03.2026
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