Über 70 TeilnehmerInnen aus der ganzen Diözese nahmen am 28. Januar 2017 im Bildungshaus Batschuns beim Impulstag zur Firmvorbereitung teil und vertieften ihr Wissen zum neuen Firmkonzept.

Brigitte Dorner, Fachreferentin für die Firmung und Nadin Hiebler, Teamleiterin der Jungen Kirche, erklärten das diözesane Konzept in seinen Grundzügen. Neben der Anhebung des Firmalters auf 17 (mit einer Übergangszeit von zehn Jahren) sieht dieses Konzept fünf  inhaltliche Säulen vor und will neue Experimentierfelder öffnen, so zum Beispiel mit dem System eines Mentors, einer Mentorin, die den Firmling auf seinem/ihrem Firmweg begleitet und unterstützt. Die Pfarren können bei ihrem Modell eigene Schwerpunkte setzen.

"Mit" statt "für"

"Wir sollten kein Angebote für die Jugendlichen schaffen, sondern ein Firmangebot mit den Jugendlichen", betonte Stephan Sigg, Theologe und Buchautor zum Thema Firmvorbereitung. In seinem Impulsreferat warf er zu Beginn des Vormittags die Frage auf, wie wir mit Jugendlichen kommunizieren und was für eine Sprache wir dabei verwenden. Er stellte eine gewissen Sprachlosigkeit sowohl bei den Erwachsenen als auch bei den Jugendlichen fest, wenn es um das Thema Glaube gehe. Die frommen, theologischen Begriffen seien fehl am Platz, aber es fehle zu einem gewissen Maß auch eine neue Sprache, um mit den Jugendlichen in Kontakt zu kommen.

Bischof Benno Elbs sieht die Firmung ab 17 als Chance, neue Wege zu gehen und dadurch der Kreativität Raum zu verschaffen. Er betonte in seinem Statement, dass es wichtig sei, Leuchtturmprojekte zu schaffen, die andere anziehen und motivieren.

Workshops

In sechs verschiedenen Workshops konnten die TeilnehmerInnen danach ihr Wissen vertiefen. Ob Biografiearbeit mit Jugendlichen, Christsein in der Gemeinschaft, dem Heiligen Geist auf der Spur, Weltweit, sozial und nachhaltig oder Wege des eigenen Glaubens - mit den Workshops wurden alle fünf Säulen abgedeckt, die im diözesanen Firmkonzept verankert sind. Zusätzlich wurden Ideen für Rituale in der Jugendarbeit zwischen Erstkommunion und Firmung gesammelt.

Zurück im Plenum arbeiteten dann die Gruppen dekanatsweise an möglichen Firmmodellen und tauschten sich über den Stand der Firmung in den einzelnen Pfarren, Pfarrverbänden und Seelsorgeräumen aus. Der spannende Vormittag klang mit einem gemeinsamen Mittagessen im Bildungshaus aus.