Mit dem Ende der Schulferien starten viele Jungschar-, KJ- und Mini- Gruppen voller Elan in den Herbst. Ob mit einem geplanten gemeinsamen Start oder direkt in den Kleingruppen – wir möchten euch unterstützen und haben einige Spieleideen gesammelt, die den Einstieg erleichtern sollen. Da weiterhin Corona-Regelungen unsere Aktionen, Gruppenstunden und sonstige Aktivitäten beeinflussen, haben wir Spiele gesucht, die mit Abstand funktionieren, und bei denen sich Kinder, Jugendliche und Leiter/innen trotzdem kennenlernen und einen Gruppenzusammenhalt entwickeln können. Grundsätzlich empfehlen wir, so viele Spiele und Aktivitäten wie möglich im Freien zu machen, sofern es das Wetter als auch die Infrastruktur zulässt. Falls ihr selber gute Spiele kennt, die ihr mit uns teilen möchtet, könnt ihr uns diese gerne per Mail schreiben!

Zeitungsklatschen

Spielmöglichkeiten:
indoor
Gruppengröße:
beliebig viele Personen
Material:
eine Rolle aus Zeitungspapier

Alle, außer einem, sitzen in einem Stuhlkreis mit reichlich Abstand. Eine Person steht in der Mitte  des Kreises und hat eine Zeitungsrolle. Nun beginnt  ein/e Spieler/in im Kreis und ruft den Namen eines Mitspielers/einer Mitspielerin. Der/die „Zeitungsmann/frau“ versucht nun diese ausgerufene Person mit der Zeitung am Knie zu berühren. Diese Person kann sich davor retten, indem sie schnell einen anderen Namen ruft. Ist der/die „Zeitungsmann/frau“ schneller, so muss die gerufene Person in die Mitte. Das Spiel kann mit den Vornamen, Lieblingstier, Tiergeräuschen etc. gespielt werden. Achtet darauf, dass nicht zu fest auf die Knie geklopft wird und macht die Kinder darauf aufmerksam.

4 Wahrheiten, eine Lüge

Spielmöglichkeiten:
in- und outdoor
Gruppengröße:
beliebig viele Personen
Material:
keines

Dieses Spiel eignet sich super, wenn sich die Gruppe schon ein wenig kennt. Abhängig von der Gruppengröße und der verfügbaren Zeit wird es einzeln oder in Kleingruppen gespielt.

Variante 1:
Diese Variante funktioniert besser in kleineren Gruppen. Am besten sitzt ihr mit Abstand in einem Stuhlkreis. Jede Person innerhalb einer Gruppe überlegt sich über sich selber vier Wahrheiten und eine gut verpackte Lüge, die die anderen in der Gruppe nicht gleich erraten. Danach stellt sich jede Person der restlichen Gruppe vor und erzählt die vier Wahrheiten und eine Lüge ohne davor zu sagen, welches wahr oder falsch ist. Die restliche Gruppe versucht die Lüge mit raten herauszufinden.

Variante 2:
Die Großgruppe wird in kleine Gruppen von jeweils fünf Personen geteilt. Innerhalb dieser Kleingruppe überlegen sie sich vier Personen, die eine Wahrheit über sich sagen, und eine Person, die sich eine gut verpackte Lüge überlegt. Danach stellen sich die einzelnen Personen der Kleingruppe den restlichen Kleingruppen vor. Zum Beispiel „Mein Name ist Lara und ich spiele schon seit 5 Jahren Fußball.“ etc. Die anderen Kleingruppen müssen innerhalb ihrer Gruppe erraten, welche Person die Lüge erzählt hat. Ihr könnt euch überlegen, ob ihr einen oder mehrere Rateversuche ermöglicht und ob die Kleingruppe für richtige Antworten Punkte erhalten oder nicht.

Verstecktes Wort

Spielmöglichkeiten:
in- und outdoor
Gruppengröße:
besser in einer kleinen Gruppe, da es sonst sehr lange dauert
Material:
vorbereitete nicht alltägliche Wörter, wählt die Wörter abhängig vom Alter eurer Gruppe

Im Vorfeld werden Wörter ausgewählt, die normalerweise nicht im täglichen Gebraucht benutzt werden. Jede/r Teilnehmer/in zieht ein Kärtchen mit einem Wort darauf. Danach wird von jedem/r eine Geschichte von den letzten Ferien, Urlaub etc. erzählt, in die das Wort eingebunden wird. Die restliche Gruppe muss das seltsame Wort erraten.

Bewegungen lügen

Spielmöglichkeiten:
in- und outdoor
Gruppengröße:
beliebig viele Personen
Material:
keines

Die Gruppe steht im Kreis mit ausreichendem Abstand. Eine Person beginnt und macht pantomimisch eine Bewegung vor, wie zum Beispiel Zähne putzen. Die Person neben ihr fragt sie: „Was machst du da?“ Nun gibt die erste Person bewusst eine falsche Antwort wie zum Beispiel: „Ich kämme mir die Haare!“ Die Person, die gefragt hat, ist nun an der Reihe und beginnt sich pantomimisch die Haare zu kämmen, denn das ist die Bewegung, die die erste Person benannt hat. Die nächste Person fragt nun auch: „Was machst du da?“ Und nun antwortet auch diese Person falsch, zum Beispiel mit „Ich jogge!“ Die fragende Person übernimmt nun das Joggen und antwortet, wenn sie gefragt wird, mit einer neuen Tätigkeit, die wiederum die nächste Person übernimmt.
Wichtig ist, dass die Bewegungen einfach nachzumachen sind und nicht so schwer sind, dass die nächste Person sie nicht umsetzen kann.

Achtung – da kommt ein Geräusch

Spielmöglichkeiten:
in- und outdoor
Gruppengröße:
6 bis 16 Personen
Material:
keines

Die Gruppe steht im Kreis mit ausreichendem Abstand. Die Spielleitung hält einen imaginären Ball in der Hand und fragt die Mitspielenden, ob der Ball von allen gesehen wird. Die Spielleitung bittet die Mitspielenden, den Ball zu beschreiben, den sie sehen:
Welche Farbe(n) hat der Ball?
Ist vielleicht eine Beschriftung (ein Slogan) auf dem Ball?
Welche Oberfläche hat der Ball?
Wenn alle „denselben Ball“ sehen, beginnt das Spiel. Die Spielleitung wirft „den Ball“ mit einem Geräusch (… rattazong) zu einer mitspielenden Person. Diese fängt „den Ball“, wiederholt das Geräusch beim Fangen und wirft ihn zu einer anderen mitspielenden Person mit einem neu ausgedachten Geräusch (…dideldum). So setzt sich das Spiel fort. Im Verlauf des Spiels kann das Tempo zunehmen und die Wechsel von Fangen, Geräusch und Werfen schneller vollzogen werden.

Tipp:
Beim Spielen sollte möglichst schnell und impulsiv ein Geräusch mit dem Ball weitergegeben werden. Je schneller das Spiel gespielt wird, umso kreativer sind die Mitspielenden im Prozess. Schön zu beobachten ist, dass der „Ball“ immer wieder gefangen wird und nicht zu Boden fällt. Je schneller und verrückter die Geräusche gemacht werden, umso mehr lockert das Spiel auf.

Zudem kann es auch als Namensspiel verwendet werden, wenn beim Zuwerfen des Balles der Name der Person, die den Ball zugeworfen bekommt, gesagt wird.

Dirigentenspiel

Spielmöglichkeiten:
in- und outdoor
Gruppengröße:
beliebig viele Personen
Material:
keines

Die Gruppe steht im Kreis mit ausreichendem Abstand. Zwei von der Gruppe werden bestimmt, um den/die Dirigenten/in zu finden. Sie verlassen dazu kurz die Gruppe und gehen vor die Tür oder schließen die Augen, bis ein/e Dirigent/in innerhalb der Gruppe bestimmt wurde. Der/die Dirigent/in startet mit einer Bewegung (Hände klatschen, Fuß stampfen, Schnipsen etc.) und die ganze Gruppe übernimmt diese und macht sie nach. Der/die Dirigent/in wechselt immer wieder die Bewegung und die Gruppe macht es ihm gleich. Die zwei Personen, die zuvor die Gruppe kurz verlassen haben, versuchen herauszufinden, wer der/die Dirigent/in ist. Ihr könnt euch überlegen, wie viele Rateversuche ihr ermöglicht.

Tipp:
Es ist wichtig, dass nicht alle innerhalb der Gruppe auf den/die Dirigenten/in schauen, sondern möglichst gerade aus, sodass der/die Dirigent/in möglichst lange unerkannt bleibt.

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Quelle:
Gruppe & Spiel: Zeitschrift für kreative Gruppenarbeit | 46. Jahrgang Ausgabe 03/20, Friedrich Verlag GmbH, Hannover

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