Am 10. Dezember fand bereits zum dritten Mal ein Lichtermarsch für verfolgte Christ/innen statt. Nach den Städten Dornbirn und Feldkirch wurde der Lichtermarsch heuer in Bregenz abgehalten.

Anlässlich des Internationalen Tags der Menschenrechte, der sich heuer zum 70. Mal jährt, fanden sich Katholiken, Freikirchler, Evangelische, Serbisch-Orthodoxe und Altkatholiken gemeinsam zu diesem Marsch ein, um auf das große Leid der weltweiten Christenverfolgung aufmerksam zu machen.

180 Personen bildeten einen Lichterzug, der vom Landesmuseum über die Kaiserstraße und den Leutbühel zur Herz Jesu Kirche  zog. Den Abschluss bildete ein gemeinsames Gebet der zahlreichen Christ/innen unterschiedlichster Herkunft in der Herz Jesu Kirche. Gemeinsam traten alle dafür ein, dass das Menschenrecht auf Religions- und Weltanschauungsfreiheit weltweit stärkere Beachtung findet und die Verfolgungen aufgrund des Glaubens beendet wird. Auch Bischof Benno Elbs beteiligte sich am Lichtermarsch und betete gemeinsam mit Vertretern anderer christlicher Konfessionen für die notleidenden Christ/innen. Die Veranstaltung wurde  von der Christian Solidarity International (CSI)  tatkräftig unterstützt.

Beinahe alle Länder dieser Erde bekennen sich zu den Menschenrechten. Zugleich werden von vielen Ländern diese elementarsten Rechte grundsätzlich missachtet. Häufig trifft dies auf das zentrale Menschenrecht der Religions- und Weltanschauungsfreiheit zu. Diese Verfolgung aus Glaubensgründen betrifft viele Religionen, am stärksten betroffen sind Christen.

Menschenrecht auf freie Religionsausübung - Länderstationen

Die Verfolgung beschränkt sich nicht auf aktuelle Krisenherde wie Syrien, Irak oder Afghanistan. Der Blick auf die Zahlen verdeutlicht dies: 100 Millionen Christ/innen werden in mehr als 100 Ländern der Erde verfolgt. Bei den heurigen Länderstationen des Lichtermarsches wurden Nepal, Pakistan, Nigeria und die Zentralafrikanische Republik besonders hervorgehoben. Auf der jährlich erscheinenden Liste der Organisation „open doors“ sind diese Länder im vorderen Drittel zu finden. Den unrühmlichen ersten Platz belegt seit Jahren Nordkorea.

Angriff auf eine Kathedrale in der Stadt Alindao

International Aufsehen erregte der Fall der wegen Blasphemie zum Tode verurteilten und kürzlich freigesprochenen pakistanischen Christin Asia Bibi.
Der Angriff auf eine Kathedrale in der Stadt Alindao in der Zentralafrikanischen Republik und auf ein Flüchtlingscamp Mitte November kostete über 40 Menschen das Leben. Dabei wurde eine Kathedrale und andere Kirchengebäude niedergebrannt, Priester erschossen, zahlreiche Bewohner/innen eines Flüchtlingscamps ermordet und Tausende vertrieben. Christliche Organisationen und Menschenrechtsorganisationen kritisierten die vor Ort stationierten UNO-Soldaten aufgrund ihres mangelnden Eingreifens scharf.
Im bisher bezüglich Christenverfolgung kaum wahrnehmbaren Himalaya-Staat Nepal hat sich die Lage für Christ/innen insbesondere aufgrund aktueller Gesetzesänderungen deutlich verschlechtert.