Die erste Vorarlberger Lehrlingswallfahrt.

Dass Wallfahren wieder im Trend liegt, bewiesen 300 Lehrlinge aus Vorarlberg am Donnerstag, den 26. Juni. Sie trafen sich morgens in Schwarzach um gemeinsam auf dem bekannten Pilgerweg nach Bildstein zu laufen. Die Idee stammte von der Jungen Kirche und der Berufungspastoral, die gemeinsam das Projekt auch durchführten.

Bitte, Danke
Es war eine Wallfahrt, die genau den Geschmack der Jugendlichen traf. Unter dem Motto „Bring den Stein ins Rollen“ startete die erste Lehrlingswallfahrt Vorarlbergs. Statt der üblichen Bildstöcke gab es innovative Impulsstationen. Der Blick richtete sich sowohl auf die Vergangenheit als auch in die Zukunft. Wünsche, Ziele und Träume wurden auf Steine geschrieben als Zeichen dafür, dass Gott hilft diese zu verwirklichen. Auch bei der Station über die Sternstunden der Vergangenheit hatte jeder etwas zu berichten und konnte Danke für die schönen Augenblicke des Lebens sagen. 

Play/Pause
Nach einer Stunde Fußmarsch füllte sich der Rasen vor der Wallfahrtskirche Bildstein mit den 300 pilgernden Jugendlichen. Die Schwestern des Ordens Mariastern erfrischten die WallfahrerInnen mit kühlen Cocktails, bei der Arche  gab es Pilgersouveniers und als kleines persönliches Andenken konnte man sich mit einem Papp-Jesus ablichten lassen. Wer vom Rauflaufen noch Energie übrig hatte konnte sich beim Slacklinen auspowern. Chillen stand jedoch an oberster Stelle, denn das Wetter lud zum gemütlichen Sonnen ein.

Applaus, Applaus
Das Essentielle der Wallfahrt war der Gottesdienst mit Bischof Benno Elbs. Die vielen Lehrlinge präsentierten während der Feier ihre Fähigkeiten mit viel Humor und generell ging es sehr erfrischend zu. Beispielsweise wurde nach der Lesung und dem Evangelium applaudiert – ein Zeichen für Anerkennung und Begeisterung, das Amen der Jugend. Stille und nachdenkliche Phasen hatten trotzdem ihren Platz, was dem Gottesdienst die richtige Atmosphäre verlieh.

Gestärkt in den Alltag
Pilger haben bekanntlich viel Hunger und so wurde nach dem Stillen des seelischen Hungers auch der Physische mit "Käsknöpfle und Kartoffelsalot" abgeschafft. Rundum gestärkt ging ein Wallfahrtsvormittag zu Ende, der bei den anwesenden jungen Leuten den einen oder anderen Stein ins Rollen gebracht hat.

 

Kreiner CarmenCarmen Kreiner, 17 Jahre
Der Weg nach Bildstein war echt super. Am besten fand ich die Station, bei der man die Sternstunden des Lebens erzählen konnte. Alle waren sehr offen und haben über ihr Lebenshighlight gesprochen. Ich habe viel über meine Klassenkameraden erfahren, was ich vorher noch nicht wusste.

 

Alexandra AmannAlexandra Amann, 21 Jahre
Als ich von der Lehrlingswallfahrt erfahren habe, war ich anfangs skeptisch. Das hat sich sehr bald geändert und nun bin ich begeistert. Ich habe an mir und an anderen neue Seiten entdeckt. Vor allem auf dem  Weg hatte ich Zeit über mich nachzudenken, das hat gut getan.

 

Niklas HollensteinNiklas Hollenstein, 15 Jahre
Die Wallfahrt war abwechslungsreich und alles andere als langweilig. Das Chillen neben der Kirche hat nach dem Hinauflaufen gut getan. Hier konnten wir auf der Slackline balancieren und als Andenken ein Foto mit Jesus machen und mit nach Hause nehmen. Eine witzige und gute Idee, wie ich finde.