Bei der Lehrlingswallfahrt am Mittwoch war Wasser die entscheidende Komponente. Weihwasser, viel Trinkwasser und der Bodensee passten perfekt zum Motto „Mit allen Wassern gewaschen“, und auch zum Wetter: Denn es war heiß und das Nass eine willkommene Erfrischung. 230 Lehrlinge pilgerten mit Bischof Benno Elbs, Ordensschwestern und -brüdern und VertreterInnen der Katholischen Kirche Vorarlberg von Hard ins Kloster Mehrerau nach Bregenz.

Mit allen Wassern gewaschen

Bereits das sechste Mal organisierte die Junge Kirche Vorarlberg in Kooperation mit der Berufungspastoral und der KPH (Kirchliche Pädagogische Hochschule) die Lehrlingswallfahrt. Jedes Jahr steht die Wallfahrt unter einem anderen Motto, und heuer lautete dieses „Mit allen Wassern gewaschen“. Das Ziel war, einen Tag lang die Schule Schule sein zu lassen, die Arbeit zu unterbrechen, aus dem Alltag auszusteigen und der Frage nachzugehen: Mit welchen Wassern will ich gewaschen werden und was stillt meinen Durst? Vier inhaltliche Stationen auf dem Weg und die abschließende Wortgottesfeier luden genau dazu ein.

Wallfahrt mit Inhalt

Früh morgens holten die Weggefährt/innen – verschiedene Persönlichkeiten aus kirchlichem Kontext – die Lehrlinge in ihren Klassen ab. Nach einem kurzen inhaltlichen Input machten sie sich gemeinsam auf den Weg zur Kirche in Hard, wo das Frühstück auf sie wartete. Mit Kaffee und Brötchen gestärkt, brachen die Gruppen in Richtung Bregenz auf.

Auf dem Weg, der übrigens Teil des Jakobswegs ist, wurde immer wieder Halt gemacht um zu trinken, sich im Schatten abzukühlen und auch um die eine oder andere Aufgabe zu bewältigen. Dabei ging es vor allem darum, das Vertrauen in sich und die Mitschüler/innen zu stärken. Die Lehrlinge knüpften einen Schlüsselanhänger und erinnerten sich daran, was ihnen im Leben Halt gibt. Sie gaben auch einander Halt, indem sie einander halfen - zum Beispiel, um über eine Leiter zu balancieren.
Unterwegs war auch Platz für Gespräche über Gott und die Welt. Dass dabei Bischof Benno, eine Klosterschwester oder Diözesanmitarbeiter/innen mitdiskutierten, war das I-Tüpfelchen. Wie oft hat man sonst die Gelegenheit, sich mit diesen Personen über brennende Themen zu unterhalten?

Stärkung

So eine Wallfahrt macht hungrig, denn neben dem sportlichen Aspekt wird auch der Geist ganz schön gefordert. Nach der Wortgottesfeier mit Bischof Benno Elbs und Jugend- und Jungscharseelsorger Fabian Jochum wurde im Hof des Klosters Mehrerau aufgetischt. Gestärkt vom Burger, mit vielen neuen Eindrücken und einem Fläschchen mit Weihwasser, traten die Lehrlinge am Nachmittag den Heimweg an.