Wie im ZeitRaffer verfliegen die Jahrhunderte – vor allem dann, wenn sich Jugendliche beim Hot Spot Talk in Rankweil treffen und dabei den eigenen und den Geburtstag der Diözese Feldkirch feiern.

Fotos vom Hot Spot Talk in Rankweil gibt es hier.

Geburtstage gehören gefeiert. Das fanden auch die Jugendlichen beim Hot Spot Talk in Rankweil - und feierten den 50er der Diözese Feldkirch einfach schon mal vor. Wobei, ganz so selbstlos war man dann doch nicht, denn auch ein eigenes, kleines Jubiläum galt es zu feiern: die 25. Auflage des Hot Spot Talks!
Für den begann vor fünf Jahren eigentlich alles mit einem Wunsch: Als Benno Elbs nämlich zum Bischof von Feldkirch geweiht wurde, war eines seiner größten Anliegen jenes, dass ihm auch als Bischof - trotz aller Verpflichtungen und Termine - der Kontakt zur Jugend nicht verloren gehe. Und schon wurde der Hot Spot Talk als eine „Vorkehrungsmaßnahme“ aus der Taufe gehoben.
Seitdem talkt der Bischof höchstpersönlich in regelmäßigen Abständen mit Jugendlichen aus dem ganzen Land - zu verschiedenen Themen und an verschiedenen Orten. Und das Beste daran: Der Talk wird von den Mitarbeiter/innen der Berufungspastoral und der Jungen Kirche mit den Jugendlichen selbst organisiert.

Alles ist möglich

Und dabei ist so gut wie alles möglich. Knappe 2000 Jahre Glaubensgeschichte in gut 20 Minuten, das ist alles kein Problem. Auch nicht, dass der Hot Spot Talk seinen 25er in nur fünf Jahren voll macht und damit so ziemlich genau halb so alt ist wie die Diözese Feldkirch selbst. Und zum Geburtstag gönnten sich die Hot Spot-Talker/innen dann auch gleich eine kleine Zeitreise: Die begann in der Rankweiler Josefskirche mit einer kurzen und knackigen Führung durch die Ausstellung „ZeitRaffer“, die dort noch bis zum 22. April Station macht.

ZeitRaffer, das ist die Jubiläumsausstellung zum 50. Geburtstag der Diözese Feldkirch. In zwei Teilen kommt sie daher: in einem interaktiven in Form des "Pavillon 50", bei dem geschrieben, gehört und gesehen werden kann, und in einem historischen Teil, der anhand von 16 Tafeln, die gut 2000 Jahre lange Geschichte des Christentums in Vorarlberg im Schnelldurchlauf aufrollt. Interaktiv wird es hier übrigens auch, am Video-Terminal, bei dem es nicht nur Zeitzeugeninterviews nachzuhören und zu -sehen gibt, sondern auch eine kleine "Diözesangeschichte für Nervöse" in Comicform. Die dauert knapp mehr als 2 Minuten und schon ist man über die vergangenen 50 Jahre der Kirche in Vorarlberg bestens informiert.

Wie die Kirche das Land prägt

Für den Rankweiler Hot Spot Talk führte Michael Fliri, Archivar der Diözese Feldkirch, durch die Jahrhunderte und zeigte, dass Geschichte nichts mit "lange her" und "verstaubt" zu tun haben muss. Viel mehr arbeitete er Geschichte anhand von Geschichten heraus, die bis heute nachwirken. Seien es die seligen Geschwister Dido, Ilga und Merbod, die vor allem im Bregenzerwald zu Identifikationsfiguren wurden, seien es die wilden Missionare Kolumban und Gallus am Bodensee oder Vorarlberger wie der Heilige Gerold, dessen Grab sich in der Propstei St. Gerold befindet - alle diese Geschichten, Menschen und Schicksale formten das Land. Oder wer hätte gewusst, dass die Grenzen zwischen Ober- und Unterland auf die einstige Diözesangrenzen zurückgeht? Und mehr noch, denn die einstige Zugehörigkeit zu verschiedenen Diözesen prägte auch die vorherrschende Mentalität in den ihnen zugeordneten Landstrichen. So waren die einen frommer, die anderen liberaler und die dritten dem Vergnügen nicht abgeneigt.

So verfliegen die Jahrhunderte von Infotafel zu Infotafel bis man in der Gegenwart und damit beim 50. Geburtstag der Diözese Feldkirch angekommen ist.

Nun sag schon, Gott

In Rankweil war die Ausstellung zum Diözesanjubiläum quasi „nur“ das Vorbeben zum daran anschließenden Talk mit Bischof Benno Elbs und Pastoralamtsleiter Martin Fenkart im Josefisaal. Und auch da ging es um Geburtstage, Jubiläen, um Dreh- und Angelpunkte des eigenen Lebens und um die Frage, welche Antworten man Gott wohl entlocken würde, wenn er jetzt so ganz plötzlich um die Ecke gebogen käme. So würde es Bischof Benno Elbs zum Beispiel interessieren, wie es denn im Jenseits so aussieht, während Pastoralamtsleiter Martin Fenkart einfach auch gerne einmal den zu Gesicht bekäme, der die verrückte Idee hatte, das alles - inklusive seiner selbst - zu erschaffen. So wurde geredet, philosophiert und diskutiert. Und was darf nicht fehlen, wenn es um Geburtstage geht? Die Torte natürlich! Die gab es in Rankweil auch und wurde Bischof Benno Elbs stellvertretend für die ganze Diözese überreicht. Übrigens, das ganz große Geburtstagsfest für die Diözese Feldkirch steigt dann am 26. Mai beim Fest am See - in und um das Bregenzer Festspielhaus.

Wo machen die ZeitRaffer noch Station?

Alle weiteren Stationen sowie ein Audio-Guide zur Ausstelungen unter: www.kath-kirche-vorarlberg.at/zeitraffer