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30 Jahre gute Arbeit für gelingende Ehe und Familie
Mit seinen 30 Jahren ist das Ehe- und Familienzentrum (efz) - Telefon 05522/74139 - der Katholischen Kirche Vorarlberg eine der ersten Früchte der damals noch jungen Diözese Feldkirch. Das gesellschaftliche Umfeld hat sich seither stark verändert und damit auch die Rolle des efz.

Ingrid Holzmüller, seit 10 Jahren Leiterin der kirchlichen Einrichtung, benennt drei wichtige Spannungsfelder, die symptomatisch für die heutige Zeit sind: „Die Erwartungen, die Paare aneinander haben, sind oft unrealistisch, die Ratlosigkeit in Erziehungsfragen nimmt zu und der wirtschaftliche Druck, dem die Eltern ausgesetzt sind, macht sich auch in den Familien bemerkbar. Grundsätzlich kann man sagen, dass es ein Druck ist, Bildern, die in den Medien vorgegeben werden, entsprechen zu müssen.“ Die Aufgabe des efz sei es, in diesen Fragen mit den Ratsuchenden zu arbeiten. Dies geschieht kostenlos, ohne lange Wartezeiten und in einem überschaubaren Rahmen.
Das Ehe und Familienzentrum berät Paare, Familien, alleinerziehende Eltern und Jugendliche und gibt Workshops und Seminare zu den Themen „Jugend und Liebe“, Ehevorbereitung und Paarbegleitung. Jährlich finden über 5000 Beratungen statt, über 1300 Jugendliche nehmen an den Orientierungstagen „Jugend und Liebe“ teil. 46 Eheseminare mit 378 teilnehmenden Paaren sprechen dabei gegen den allgemein angenommenen Trend der zunehmenden Ehelosigkeit. Holzmüller dazu: „Dass sich heute doch noch viele Paare ohne die Notwendigkeit einer Wirtschaftsgemein-
schaft und ohne gesellschaftlichen Druck – aus freien Stücken - für eine Ehe entscheiden, ist bemerkenswert.“
Gemeinsam mit Willi Hagleitner hat Bischof Elmar Fischer vor 30 Jahren das efz mitbegründet. „Der damalige Pastoralamtsleiter, Msgr. Ernst Hofer, ist an mich herangetreten mit der Bitte, ein Ehe- und Familienzentrum aufzubauen“, erinnert sich Fischer. „Für mich persönlich war es die Einsicht, dass auf diesem unerschlossenen Gebiet noch viel getan werden müsste“. Die Ehe- und Familienberatung wurde so für sieben Jahre zum zentralen Inhalt seiner Arbeit.
„Die heutige Herausforderung an Ehepaare liegt oft darin, dass sie eine Gesprächs- und Konfliktfähigkeit entwickeln müssen. Über einen bewältigten Konflikt finde ich in die tiefere Beziehung und diese Befähigung ist heute eher schwach ausgebildet“, meint Bischof Elmar Fischer. Als Rezept für eine anhaltende Ehe rät er zur „vernünftigen Liebesehe“, das bedeutet, „dass in Großherzigkeit jeden Tag überlegt werden soll, was der Beziehung dient.“
Das Ehe- und Familienzentrum wird unterstützt von:
Zugehörige Themen
Alleinerziehende, Jugend und Liebe, Ehe, Familien, Beratung, MännerAktuelle Artikel
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