Menschenrechte und Menschenwürde sind unverzichtbar. Und: Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht

Der Einsatz für Menschenrechte hat immer Saison

16.4.21
Es trafen sich am 7.4. trotz Kälte und Wind fast 20 Personen zur Mahnwache  vor der  Kirche, um dem Anliegen, die Bedingungen der Flüchtlinge auf den griechischen Inseln zu verbessern und zumindest einige von ihnen aufzunehmen, mehr Gewicht zu verschaffen.

3.4.21
MAHNWACHE IN BATSCHUNS
Die Situation der Flüchtlinge in den griechischen Lagern ist, wie bekannt, weiterhin prekär. Gegen die Haltung der österreichischen Bundesregierung  formiert sich immer mehr Widerstand  nicht nur in der Zivilgesellschaft sondern auch  von Bürgermeister*innen.  Die Humanity- Memorial Gruppe Vorarlberg, sie stellt jeden 7. des Monats eine Kerze in das Fenster als stiller Protest gegen den Beschluss der Vorarlberger Landesregierung, keine Flüchtlinge aus den Lagern zu übernehmen,  hat nun am 7.4. zu landesweiten Mahnwachen vor Gemeindeämtern und Kirchen aufgerufen. Damit sollen diese Initiativen breit bekannt und auch unterstützt werden.  Ein link zum Apell der österr.  Bischoffskonferenz weiter unten auf dieser Seite. Auch in Batschuns laden wir am 7.April ab 18:00 zu einer Mahnwache vor unserer  Kirche. Mahnwache Batschuns

12.3.21
Ein kleiner Beitrag heute in der VN, berichtet über den Apell der  Bischofskonferenz an die Regierung, sich der Initiative einiger europäischer Staaten anzuschließen und schutzbedürftige Familien mit kleinen Kindern in Österreich aufzunehmen.
Wer die ganze Presseaussendung lesen möchte: findet diesen Apell unter Punkt 5
Bischof Lackner wörtlich:
"Europa hat mit solchen Unmenschlichkeiten an seinen Grenzen keine Zukunft." Wenn man diese unmittelbare Not wahrnimmt, dann müsse man zum einen auch entsprechend helfen. Hier gehe es schlicht um Humanität und Erste Hilfe in einer Notsituation. Zum anderen brauche es für die Flüchtlingsfrage einen gesamteuropäischen Ansatz. Das bedeute etwa, dass man Lösungen für jene Flüchtlinge etwa in Griechenland finden könne, die bereits einen Aufenthaltsstatus haben.Lackner rief auch die Verantwortlichen in Österreich nochmals dazu auf, das heimische Humanitäre Bleiberecht zu überarbeiten, um künftig Härtefälle, vor allem bei Kindern, zu vermeiden.

 

Februar 2021
Die Abschiebung einer jungen Schülerin  und die unfassbaren Begleitumstände machen  es notwendig, sich wieder vermehrt für die Menschenrechte im Land einzusetzen. Auch die Zustände in den Lagern in Griechenland sind nach wie vor unmenschlich. Es ist erfreulich, wenn  die Menschen sich dagegen auflehnen und auf die Strasse gehen.  Für uns Christen geht es hier um einen zentralen und entscheidenden Inhalt unseres Glaubens. 
Es gibt Hoffnung  zu sehen, dass die Menschen sensibel und wachsam reagieren, wenn  Menschenrechte und  Menschenwürde bedroht sind.
Kirche  muss hier politisch sein, und es gnügt nicht jeden Sonntag auf wohlformulierte Fürbitten mit :"Wir bitten dich erhöre uns" zu antworten.
Nur wenn wir keine Ruhe geben, wird sich vielleicht etwas ändern.
In der ersten Februarwoche sind folgende Aktionen geplant.:

Jeden 7. des Monats gibt es einen Humanity Memorial Day in Vorarlberg. Erinnert an die Ablehnung im Landtag, Kinder aus Lesbos aufzunehmen. Also wieder am 7.Februar. Stellen wir eine Kerze in die Fenster.


Kundgebung 02.02. 17.00 Uhr Kornmarkplatz Bregenz – Kein Mensch ist illegal
Die Aktion kritischer Schüler_innen Vorarlbergs, veranstaltet am Dienstag, den 02.02, um 17:00 eine Kundgebung in Bregenz am Kornmarktplatz unter dem Motto „Kein Mensch ist illegal!“.
Kürzlich ließ Österreichs Regierung, allen voran Innenminister Karl Nehammer, 3 Schülerinnen* und ihre Familien abschieben. Kinder, die hier, mitten unter uns zur Welt gekommen sind. Kinder, deren Schulfreund_innen bis zuletzt alles gegeben haben, diesen Akt abartigster Unmenschlichkeit zu verhindern. Rund 160 Menschen haben vor dem Schubhaftzentrum gegen diese Abschiebung protestiert und wurden schließlich von einem riesigen Polizeiaufgebot aggressiv, gewaltsam und unmenschlich aus dem Weg geräumt. Gerade nach diesem Ereignis ist klar: besonders die Würde dieser Menschen war eben doch antastbar.
Setzen wir ein starkes Zeichen gegen menschenfeindliche Abschiebungen und Asylpolitik. Denn kein Mensch ist illegal!
Um dieses zu setzen, brauchen wir Eure Hilfe. Wir freuen uns über Redner_innen, Ordner_innen und Teilnehmer_innen.
Falls Du einen Redebeitrag halten möchtest oder eine_r der Ordner_innen sein willst, schreibe uns an anna.klinger02@gmail.com Die Corona-Maßnahmen werden eingehalten. Ein Tragen des MNS und das Einhalten der Abstandsregelungen wird verpflichtend sein. 

„Jetzt schlägts 13!“ Protest Camp 10. – 11.02.21 Marktplatz Dornbirn

Die Rechte von Kindern und ihren Familien werden in Flüchtlingslagern mit Füßen getreten… UND WIR SEHEN ZU! Aufgrund der immer noch schrecklichen Zustände in den Flüchtlingslagern auf europäischen Boden planen die Jugendbotschafter*innen ein Protest Camp in Vorarlberg.
Die Rechte von Kindern werden seit Jahren (!) fundamental verletzt.
Wir wollen ein Zeichen unserer Solidarität mit diesen Kindern und ihren Familien setzen, die unter unmenschlichen Bedingungen, Winter & COVID19 tagtäglich ihr Leben meistern müssen. Wir müssen diesen Menschen eine Stimme geben!
Wir freuen uns über EUCH! Seid dabei!
Ob Redner*in, Zuhörer*in, Sänger*in, Künstler*in, Poetry Slammer*in, Mit-Camper*in, Helfer*in, Suppenkoch, oder Ideengeber*in!
Unser Speaker Desk steht euch zur Verfügung! (bitte anmelden unter nicole@upcs.at)Marktplatz Dornbirn   10.2.2021  13:00 Uhr bis    11.2.2021    13:00 Uhr
Veranstalter: Jugendbotschafter für UN-Kinderrechte & SDG, Caritas Auslandshilfe Vorarlberg in Zusammenarbeit mit der Initiative „Uns reichts!“.
Das Protest Camp ist eine Solidaritätsbekundung zu den regelmäßig in mehreren Städten Österreichs stattfindenen „Wochenende für Moria“ (s. unten).
Für weitere Infos steht Nicole Kantner gerne unter dieser Mailadresse zur Verfügung: nicole@upcs.at

Eine interessante Idee kommt aus Tirol :
Video-Projekt für die Menschen in den griechischen Lagern
Er hat  ein Video-Projekt begonnen, um Stimmen aus der Bevölkerung sichtbar zu machen, die sich für eine Evakuierung und Aufnahme von Geflüchteten aus den griechischen Lagern aussprechen. Jedes Statement soll nur aus einem Satz bestehen und nur ein paar Sekunden dauern. Die Beiträge werden zusammen geschnitten und  veröffentlicht. Weitere Infoshier: https://oesterreich.hat-platz.at/
Walter Rafelsberger   +43 (0)664 232 4550  walter@rafelsberger.at

 

 

 7.11.20

Mahnwachen für die Menschlichkeit im November

Die Situation in den Flüchtlingslagern ist nach wie vor prekär. Uns reichts möchte mit Mahnwachen an den Sonntagen im November  wieder auf diese  Situation hinweisen: Kurzinformation hier

Viele Menschen in Vorarlberg und Österreich sind entsetzt über die berechnende, eiskalte Vorgangsweise der Regierung. Die Demonstrationen geben allen die Möglichkeit, für Menschlichkeit und Menschenwürde einzustehen. Menschen sind keine Ware und haben ein Recht auf Menschenwürde und Schutz. Wir fordern, die Flüchtlinge aus den griechischen Lagern zu evakuieren und die Aufnahme von Flüchtlingen, insbesondere von Kindern in Österreich. Wir haben Platz!

Sonntag 15.11.2020           Bregenz, Kornmarktplatz

Absage der Mahnwache am 15.11.2020 17.00 Uhr am Kornmarktplatz in Bregenz – die Mahnwache findet ausschließlich online statt!

Unsere Mahnwache wird nicht wie geplant stattfinden können, weil aufgrund einer Fehlinformation die Demonstranten gegen die Corona-Maßnahmen einen Umzug über den Kornmarktplatz planen – zeitlich leider viel zu nah an unserem Start der Mahnwache für Menschen auf der Flucht. Da wir mit dieser Gruppierung nicht gemeinsame Sache machen wollen, verlegen wir unsere Mahnwache ins Internet! Wir werden sowohl die geplante Rede als auch die Bilder unserer Zelte online stellen und bitten darum, diese in so vielen Medien wie möglich zu teilen. Auf dem Kornmarktplatz wird außer der Zelt-Installation nichts stattfinden, wir bitten um Online-Teilnahme! Der Livestream ist über den Facebook-Kanal des Vorarlberger Landestheaters abrufbar:
https://www.facebook.com/profile.php?id=100009304981022 

Ein YouTube-Film in guter Bildqualität steht dann ab ca. 19 Uhr unter diesem Link zur Verfügung:
https://youtu.be/8mhdpg5Q-Lo

Sehr gerne weisen wir deshalb auf die übermorgen in Lustenau stattfindende Mahnwache hin!

 

In Kooperation mit courage.jetzt und Unterstützung von „uns reicht´s“ werden die Sonntagsdemos wieder aktiv, um einmal mehr hinzuweisen auf das Elend, die Gewalt und einen unerträglichen Stillstand in den Lagern auf den griechischen Inseln und den EU Außengrenzen. Wir alle kennen diese Bilder, aber wir wollen uns nicht daran gewöhnen. Ein sehr engagiertes Team organisiert 4 Mahnwachen an 4 Sonntagen im November in Lustenau, Bregenz, Feldkirch und Bludenz. Ein eigenes Sicherheitsteam achtet auf die Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen.  

Mahnwachen für die Menschlichkeit jeweils von 17 bis 18 Uhr, im passenden Abstand und mit Mund-Nasen-Schutz.

Sonntag 22.11.2020           Feldkirch Neustadt
Sonntag 29.11.2020           Bludenz (16 bis 19 Uhr mit Rahmenprogramm)

Informationen zu den Mahnwachen findet ihr auch hier: www.unsreichts.at

Wer sich über courage.jetzt informieren möchte – der Link zur Website: https://www.courage.jetzt/

Es gibt auch die Möglichkeit über eine Petition dieses Anliegen zu unterstützen 

https://mein.aufstehn.at/petitions/wir-wahlen-menschlichkeit

31. Sonntagsdemo als Mahnwache für die Menschen in Moria - Sonntag, 13.09.2020 um 18.00 Uhr am Marktplatz Dornbirn

Einladungstext von uns reicht´s den Veranstaltern der Mahnwache: Plakat Mahnwache

Die Lage im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ist schon lange untragbar. Seit Jahren komplett überfüllt leben hier Menschen unter unwürdigen Bedingungen. Die Katastrophe spielt sich schon seit Monaten ab, durch den Brand ist sie nur wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt.
12 600 Menschen – darunter viele (unbegleitete) Kinder -  haben das wenige, das sie hatten, nun auch verloren.
Kann Europa hier die Augen verschließen? Kann Österreich einfach zusehen und sich zurücklehnen? Nur Zelte und Decken schicken um das Gewissen zu beruhigen? Es ist hoch dringend, jetzt zu handeln!

Wir möchten zeigen, dass wir ein Österreich sind, das sich nicht freikaufen möchte, sondern zu seiner humanitären Überzeugung steht. Wir möchten ein Österreich sein, das nicht angstvoll seine Grenzen schützt, sondern sein Herz öffnet, wenn Menschen in Not sind, Menschen, die weniger Glück hatten als wir und ihre Heimat verlassen mussten. Wir laden euch ein, mit uns Mahnwache zu halten, friedlich zusammenzustehen und zu zeigen, dass für die Menschen von Moria in Europa Platz ist – auch in Österreich.
Es ist uns wichtig, uns zu den Corona-Schutzmaßnahmen zu bekennen. Bitte achtet auf einen räumlichen Abstand zueinander. Wir vertrauen auf eure Eigenverantwortung.

Wie immer bitten wir euch, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.
Wir freuen uns auf euer Kommen und danken euch, wenn ihr diese Information all jenen weiterleitet, denen es ebenfalls ein Anliegen ist, Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe zu leben.

Hier besteht die Möglichkeit, eine Petition von #aufstehn zu unterstützen: https://actions.aufstehn.at/moria-evakuieren?s=ty-wa

14.6.20
Noch nie waren soviel Menschen auf der Flucht, einen kurzen Überblick findest du hier
Aus Anlass des Weltflüchtlingstages (20.6.) gibt es am 21.6. wieder einen Sonntagsdemo in  Bregenz. Diesmal in Form einer Mahnwache.
Über Details informiert der zugehörige Flyer

21.5.20
Coronabedingt waren Sonntagsdemonstratinen in den letzten Monaten nicht möglich- waren sicher einige froh drum. So konnte auch auf die katastrophalen Zustände in den Flüchtliungslagern in Griechenland nicht entsprechend aufmerksam gemacht werden. Um diese Schande für Europa wieder mehr in das Blickfeld zu rücken, findet am kommenden Sonntag eine Mahnwache in Bregenz vor dem Landhaus statt.
Die entsprechende Info hier!

2.1.2020
Zwei afghanischen Christen, die in Tisis betreut werden, droht die Abschiebung. Details im ausfühlichen Bericht im folgenden link Sodemo200105
Ein Bericht dazu und weiterführende Informationen unter: Christen von Abschiebung bedroht

 

Tag der Menschenrechte am Sonntag 15.12.19, ab 15.00 Uhr Spielboden Dornbirn

Die Vorarlberger Plattform für Menschenrechte veranstaltet jährlich einen gemeinsamen Tag der Menschenrechte, heuer mit dem Schwerpunkt „Sprache und Menschenrechte“.

Lange Zeit galten Menschenrechte als unumstößlich und unantastbar, international und national werden diese Selbstverständlichkeiten aber immer häufiger in Frage gestellt, Grenzen des Sagbaren verschoben und Ressentiments gegen demokratische Grundpfeiler geschürt.

Dr. Franziska Schutzbach, Soziologin und Geschlechterforscherin, zeigt in ihrem Vortrag „Wie den Menschenrechten schleichend ihre Grundlage entzogen wird“ auf, wie durch bestimmte Rhetorik und Kommunikationsstrategien rechte und rechtsextreme Positionen in der gesellschaftlichen Mitte annehmbar werden.

Beginn:               15.00 Uhr mit Austausch, Kaffee und Kuchen 

                            17.00 Uhr Vortrag und Diskussion mit Dr. Franziska Schutzbach „Wie den Menschenrechten schleichend ihre Grundlage entzogen wird“

                            19.00 Uhr Ausklang mit Tschetschenischem Buffet

 

Die Redebeiträge  der Sonntagsdemos findet man auf www.bleibmensch.at zum Nachhören.

Rund eineinhalb Millionen Menschen in Österreich gelten als armuts- oder ausgrenzungsgefährdet.
Die Verhinderung von Armut und sozialer Ausgrenzung ist eine Grundaufgabe des Staates. Grundrechte statt Almosen.
Das Gegeneinander-Ausspielen von Menschen und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit darf nicht Teil eines Regierungsprogrammes sein.

Vielleicht besteht Interesse an den Beiträgen der letzten Sonntagsdemo in Hohenems, oder in Steyr.
Von der Diözese wurde ein Weg der Menschlichkeit initiiert, Details siehe unten.

Nachbereitung der Demos in Hohenems
Bei der gelungenen Sonntagsdemo am 24.03.19  in Hohenems haben Albert Lingg, Thomas Schmidinger, Sumayya aka Sumi, Christoph Hackspiel, Daniela Kickl und Hans Jaquemar gesprochen. Die Redebeiträge findet auf www.bleibmensch.at zum Nachhören.