Gewalt im digitalen Raum: Teil 1
Das ganze Programm:
Die diözesanen Stabsstellen bieten eine dreiteilige Online Schulung zum Thema
Gewalt im digitalen Raum
an.
Aus organisatorischen Gründen können nur alle drei Teile gebucht werden. Bitte beachtet dies bei der Anmeldung.
Termin 1: 03. November 2026, 17-18 Uhr, online
"Überblick über und Grundlagen zu Gewalt in und durch digitale Medien"
• Welche Arten von Gewalt kursieren im Netz?
• Wie kann ich mich schützen?
• Welche rechtlichen Konsequenzen gibt es bereits?
Referentin: Alexandra Wonka
zertifizierte Referentin bei SaferInternet seit 2018 und hat Zusatzausbildungen im Bereich Gewaltprävention, Cybermobbing und -grooming;
Termin 2: 01. Dezember 2026, 17-18 Uhr, online
"Sexualpädagogik im Netz:
Manosphere, Tradwives und digitale Geschlechterbilder"
Soziale Medien prägen und verbreiten Bilder von Männlichkeit, Weiblichkeit, Sexualität und Beziehungen. Wir nehmen exemplarisch Inhalte aus der Manosphere und aus Tradwife-Communities in den Blick: Welche Vorstellungen von Geschlecht, Beziehung und Rollenverteilung werden dort vermittelt? Welche Versprechen von Anerkennung, Stärke, Zugehörigkeit oder „richtigen“ Lebensweisen können darin liegen?
Referent: Martin Stock
Sexualpädagoge in der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung
Seine Arbeit verbindet sexualpädagogische Praxis mit reflexiver Geschlechterpädagogik und der Prävention sexualisierter Gewalt. Im Mittelpunkt stehen Fragen zu Beziehungen, Grenzen, Macht und Selbstbestimmung. Darüber hinaus ist er in der Fort- und Weiterbildung pädagogischer Fachkräfte tätig.
Termin 3: 12. Jänner 2027, 17-18 Uhr, online
"Spiritueller Missbrauch im Netz:
Online-Exorzismus und der Einfluss von Christ-Influencer*innen"
Selbsternannte Befreiungsdienstler ziehen immer mehr mediale Aufmerksamkeit auf sich und geben teilweise eindeutige Heilsversprechen ab. Laut eigener Angabe seien sie in der Lage, krankmachende Dämonen auszutreiben – durch (Online-)Exorzismen. Mittlerweile existieren mehrere Medienbeiträge über Betroffene, die nach solchen Prozeduren von enormen physischen und psychischen Folgen berichten. Doch was motiviert Menschen, sich von selbsternannten Exorzisten behandeln zu lassen und welche Leute nehmen diese Angebote in Anspruch? Welche Rolle haben sog. Christ-Influencer bei diesen Praktiken?
Der Vortrag versucht diese Fragen aus einer psychologischen Perspektive zu beantworten und beschäftigt sich vor allem mit klinisch-psychologischen Erklärungsansätzen, einer sozial- und kulturpsychologischen Perspektive sowie den Risiken von (Online-)Exorzismen. Abschließend soll skizziert werden, wie Betroffene stattdessen nachhaltig professionell und interdisziplinär unterstützt werden können.
Referentin: Jasmina Eifert, M.Sc., BDP, ist Psychologin und befindet sich aktuell in der Weiterbildung zur Fachpsychologin für Rechtspsychologie. Sie arbeitet im Bereich der Kriminalprognose mit Gewalt- und Sexualstraftätern in einer Justizvollzugsanstalt (JVA). Ihre Interessen- und Forschungsschwerpunkte umfassen Persönlichkeits- und Traumafolgestörungen, Therapieevaluation und Stigmatisierungsforschung sowie ferner Radikalisierungsprozesse in konfliktträchtigen Gruppen und die Prävention von Kindesmissbrauch.
Termin 4: 02.02.2027 Präsenztermin; 19 Uhr
Junge Kirche -Marktplatz 4, Feldkirch
Vertiefende Auseinandersetzung und Transfer in die praktische Arbeit.
Maria Hämmerle, Doris Bauer-Böckle
Stabsstelle Gewaltprävention
Verpflichtende Anmeldung für alle drei Teile!