20. April 2014

Gedanken zu Joh 20,1-9

Halt amol anders?
Nein. Auch nicht ganz anders. Überhaupt kein „Halt amol“, sondern gehen, laufen.
Jetzt heißt es „Glauben“, was „Bewegung“, „sich auf den Weg machen“ bedeutet. Unser Weg startet mit dem Unerwarteten, mit einer irritierenden Nachricht, eine, die auch Angst macht. Es gerät etwas in Unordnung, weil etwas außerhalb der Ordnung in diese hineinkommt. Etwas, das wir nicht selber machen können, etwas, das wir uns auch nie hätten vorstellen können und auch nie werden. Wenn wir es versuchen, wird’s peinlich falsch.

Und dann laufen wir, von mir aus um die Wette, auf keinen Fall halten und die alte Ordnung herzwingen, nur damit diese Angst weg ist: jemand hat ihn gestohlen, die Frau spinnt total …
Nein, wir gehen, wir laufen weiter, vielleicht müssen wir sogar springen. Und bemerken plötzlich, dass etwas unsere Angst verwandelt, mir müssen gar nichts tun. Etwas hält uns. Vielleicht werden wir erinnert an Verheißenem, vielleicht spricht uns jemand Vertrauter mit Namen an, vielleicht fordert er uns auf, die Hand in seine Wunde zu legen.

Diesmal haltama amol nicht, sondern laufen und warten gleichzeitig, bis sich uns der Auferstandene schenkt.

Dominik Toplek, Jugendseelsorger

 

www.haltamol.at/post-its