
Madeleine Delbrêl (1904 – 1964) wuchs in einem religiös indifferenten Elternhaus auf und wurde in ihrer Jugend zur überzeugten Atheistin, bevor sie durch eine tiefe Sinnkrise und in der Begegnung mit jungen Christ:innen zum Glauben fand. Obwohl sie zunächst mit dem Gedanken spielte, ins Kloster zu gehen, entschied sie sich dagegen und widmete sich stattdessen einem Leben mitten in der Welt. 1933 zog sie nach Ivry, eine kommunistisch regierte Arbeiterstadt bei Paris, wo sie über drei Jahrzehnte als Sozialarbeiterin lebte und wirkte. Inmitten dieser säkularen Umgebung gründete sie eine Lebensgemeinschaft von Laien und verarbeitete ihre Erfahrungen als Christin mitten in einer atheistischen Umgebung in Meditationen, Gedichten und Gelegenheitsschriften. Sie gilt heute als Pioniergestalt einer christlichen Existenz in der säkularisierten Welt.
Das Übungsbuch „Gott einen Ort sichern“ wurde von Hildegard Aepli (Seelsorgerin Bistum St. Gallen), Mirjam Wey (Reformierte Pfarrerin, Bern) und Annette Schleinzer (Expertin für die Schriften von Madeleine Delbrêl) entwickelt. Sie entschieden sich, jede Exerzitienwoche an den Evangelien des Kirchenjahres auszurichten und Texte von Madeleine Delbrêl wie einen roten Faden einzubeziehen.
| Aufbau und Struktur der Exerzitien |
| Die großen Exerzitien im Alltag orientieren sich inhaltlich an den Sonntagsevangelien der Liturgie. Von Dienstag bis Samstag gibt es zum jeweils kommenden Sonntagsevangelium einen Impuls. Außerdem zieht sich die Biographie von Madeleine Delbrêl – Prophetin für eine Kirche der Zukunft – als roter Faden durch die Exerzitien. An jedem Montag wird ein Zitat von ihr eingeflochten. |
| Fundament der Exerzitien |
| Montag 17. November bis Sonntag 14. Dezember: Mein tiefster innerer Kern ist, dass ich von Gott geliebtes Kind bin. Ich bitte Gott, dass ich seine Gegenwart in der Natur oder durch Menschen immer mehr erahnen und erfahren kann. |
| Erste Exerzitienzeit |
| Montag 15. Dezember bis Sonntag 18. Januar: Ich bitte Gott, meine inneren Regungen wahrnehmen zu können, ein Gespür für seine Weisungen zu entwickeln, auch meine Schattenseiten zu erkennen und darin sein Licht aufgehen zu lassen. Ab hier (4. Adventsonntag) orientieren sich die Exerzitien jeweils am Evangelium des kommenden Sonntags. |
| Zweite Exerzitienzeit |
| Montag 19. Januar bis Sonntag 8. März: Im Blick auf Jesus bitte ich darum, mehr und mehr zu verstehen, was es heißt: „Kehr um! Das Himmelreich ist dir nahe.“ Im Blick auf ihn möchte ich in der Liebe wachsen und dabei Klarheit für meinen Weg geschenkt bekommen. |
| Dritte Exerzitienzeit |
| Montag 9. März bis Ostersonntag 5. April: Ich bitte um echtes, tiefes Mitgefühl, den Weg Jesu auch im Leiden mitzugehen und ich bitte, dabei glauben zu dürfen, dass Jesus auch zu mir sagt: „Deine Sünden sind dir vergeben.“ |
| Vierte Exerzitienzeit |
| Ostermontag 6. April bis Pfingstsonntag 24. Mai: Ich bitte, dass mir die Augen aufgehen, wie den beiden Emmausjüngern und ich immer tiefer erkenne, wer Jesus für mich ist und dass ich die Geistkraft empfange, die mich immer begleiten wird |
Hier können Sie einen Blick in die Mappe werfen
Weitere Informationen – auch Antworten zu häufigen Fragen – finden Sie auf der Seite: www.grosse-exerzitien-im-alltag.ch
Spiraliertes Buch im Format A5 mit 240 Seiten inklusive eines Einlegers mit der Struktur einer Gebetszeit und einer Auswahl an Gebeten. Das Begleitbuch kann bei Copy-Blitz in St. Gallen (Ansprechperson ist Herr Ferrari) zum Stückpreis von 16 CHF bezogen werden.
Adresse:
COPY BLITZ AG
9000 St. Gallen, St. Jakobstraße 91 (gleich nach der Abfahrt St. Gallen / St. Fiden bei den Olma Messehallen)
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