Pfarrkrankenpfege

Die Pfarrkrankenpflege Wolfurt gibt es seit 1928. Sie lag bis 2003 fast ausschließlich in den Händen von barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz (“Kreuzschwestern“) und ist seit 1979 in den Räumlichkeiten des Seniorenheims Wolfurt angesiedelt. Dort arbeitet sie im Interesse der betreuten Personen mit der Sozialdienste Wolfurt gemeinnützige GmbH sowie den niedergelassenen Hausärzten eng zusammen. Die Pfarrkrankenpflege wird derzeit durch den Pfarrkirchenrat ehrenamtlich organisiert und mit angestellten Pflegefachkräften durchgeführt, welche bis dato bei der Sozialdienste Wolfurt GmbH angestellt und bei der Pfarrkrankenpflege beschäftigt sind.

Die sieben diplomierten Gesundheits- und Krankenschwestern sind für die pflegerischen Belange im ambulanten, extramuralen Bereich (d. h. bei vor Ort zu versorgenden Personen) zuständig und bieten professionelle Pflege und fachkundige Beratung entsprechend den individuellen Bedürfnissen der Patienten und Angehörigen.

Das Pflegepersonal verfügt über verschiedenste Spezialausbildungen (z.B. im Bereich Wundmanagement, Gerontopsychiatrie, Schmerztherapie, Palliativpflege, Sterbebegleitung) und unterstützt, begleitet und motiviert im Pflegealltag die pflegenden Angehörigen und Betreuungspersonen. Die Pfarrkrankenpflege leistet einen wichtigen Beitrag im Sozialsystem, indem die Verweildauer im Krankenhaus verkürzt, der  Heilungsprozess gefördert, die Wiedererlangung der Selbstständigkeit angestrebt und Pflegeheim-Aufenthalte vermieden bzw. hinausgezögert werden. Primäres Ziel ist es, bei allen kranken und pflegebedürftigen Personen jeden Alters die Betreuung und Pflege im eigenen Zuhause zu ermöglichen. 

Bei Bedarf können auch betriebseigene Pflegebetten mietweise zur Verfügung gestellt sowie Pflegebehelfe und Pflegeartikel vermittelt werden.

Die Finanzierung erfolgt zum überwiegenden Teil aus Zuschüssen des Sozialfonds des Landes Vorarlberg (60% Land, 40% Gemeinden) und Vergütungen der Krankenkassen. Die in Vorarlberg gültigen Richtlinien sehen jedoch auch vor, dass die Hauskrankenpflege etwa zu 40% aus Eigeneinnahmen zu finanzieren ist. Auftretende Finanzierungslücken werden üblicherweise von den Gemeinden übernommen.

Daher ist auch die Pfarrkrankenpflege Wolfurt auf die Pflegekostenbeiträge, die freiwilligen Privat-, Firmen- und Todfallspenden sowie die Einnahmen aus der Haussammlung angewiesen. Mitgliedsbeiträge werden in Wolfurt keine erhoben, sodass bei medizinischer Notwendigkeit jede Person unsere Dienste in Anspruch nehmen kann.

Pflegeleitung: DGKS Michaela Erath

 

Kontakt:

Tel.: 05574/71326-600
Fax: 05574/71326-605
Mo – Fr: 11:00 – 12:00 Uhr 
Außerhalb der Bürozeiten bitte auf den Anrufbeantworter sprechen.

Bei akuten Fragen: Ärzte-Notruf 141

Aktuelle Informationen finden sich auch jeweils im neuesten Pfarrblatt UNTERWEGS

Geschichte der Pfarrkrankenpflege Wolfurt:

  • Von der Gründung 1928 bis zur Auflösung 1939 wurde die Hauskrankenpflege in Wolfurt als Krankenpflegeverein betrieben. Nach Kriegsende wurde zwischen Pfarrer Wilhelm Brunold und Bürgermeister Ludwig Hinteregger von einer Neugründung des Vereins abgesehen und vereinbart, die von Barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz („Kreuzschwestern“) erbrachte Krankenpflege ohne Vereinsstruktur zu organisieren (Gebhard Hinteregger, Berta Gmeiner) und die Finanzierung durch eine jährliche Haussammlung und Todfallspenden aufzubringen.
  • 1971 übergab Ludwig Hinteregger die Organisation der Pfarrkrankenpflege an den Sozialausschuss des neu eingerichteten Pfarrgemeinderates. Vom Ausschussleiter Dr. Paul Schwärzler übernahm Werner Mohr die organisatorischen Aufgaben, d.h. insbesondere die Aufbringung und Sicherstellung der finanziellen Mittel. Die Gemeinde Wolfurt stellte weiterhin die Räumlichkeiten unentgeltlich zur Verfügung.
  • Die Pfarrkrankenpflege hatte seit Anbeginn die vorbehaltslose Unterstützung der Gemeinde, welche die Räumlichkeiten (Büro, Lager, bis 2003 Wohnung für die Kreuzschwestern) und die Garagen/Abstellplätze für die Dienstkraftwagen zur Verfügung stellte und allenfalls den jährlichen Abgang übernahm. Anfangs im alten Posthaus im Strohdorf und dann in der Kreuzstraße untergebracht, ist die Pfarrkrankenpflege seit 1979 in den Räumlichkeiten des Seniorenheims Wolfurt angesiedelt und arbeitet dort mit dem Sozialzentrum (Seniorenheim, Mobiler Hilfsdienst) eng zusammen.
  • Seit 1983 wurden die Kreuzschwestern durch weltliches Krankenpflegepersonal unterstützt, das anfangs aus dem Personalstamm des von der Gemeinde betriebenen Seniorenheims rekrutiert wurde.
  • Beinahe zeitgleich mit dem Ausscheiden der letzten Kreuzschwester wurde 2003 der stellvertretende Obmann des Pfarrkirchenrates, Peter Heinzle, mit den Aufgaben des ehrenamtlich tätigen „Geschäftsführers“ der Pfarrkrankenpflege betraut.
  • Um die Spendenbegünstigung im Sinne des § 4a EStG zu erlangen (SO 1438), wurde die Pfarrkrankenpflege im Jahr 2009 als eigenständiger Betrieb gewerblicher Art der Pfarre eingerichtet.
  • Die Pfarrkrankenpflege wird derzeit durch den Pfarrkirchenrat ehrenamtlich organisiert und mit angestellten Pflegefachkräften durchgeführt, welche bis dato bei der Sozialdienste Wolfurt GmbH angestellt und bei der Pfarrkrankenpflege beschäftigt sind.
  • Das Pflegepersonal besteht derzeit aus:
o   DGKP Andrea Schwarz-Weiskopf
o   DGKP Michaela Erath
o   DGKP Ursula Geiger-Hinteregger
o   DGKP Lucia Hinteregger
o   DGKP Sabine Fetz
o   DGKP Claudia Moosbrugger
o   DGKP Simone Eberle (KU)